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ASH VALE
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Novels by ASH VALE

Unmarkierte Begierde: Der Anspruch des Bastards

Unmarkierte Begierde: Der Anspruch des Bastards

Sie wurde ohne das heilige Sichelmal geboren, das die Würdigen krönt, verdammt dazu, Böden zu schrubben im Schatten ihrer makellosen Schwester. Er ist der brutale Alpha-Erbe, der plant, ihren Körper im Geheimen zu benutzen, sie für starke Erben zu züchten und sie dann beiseitezuschieben, sobald die öffentliche Paarung mit Selene vollzogen ist. Doch als eine gestohlene Nacht eine unmögliche Bindung zwischen der ungezeichneten Dienerin und dem Monster entzündet, das alle fürchten, zerbrechen Loyalitäten und Verlangen wird zur Waffe. Gefangen in einem Netz aus Gift, Verrat und animalischer Gier muss Elara wählen: die Schwester schützen, die ihr einst Güte zeigte, oder sich dem wilden Anspruch des Alphas hingeben, der sie niemals hätte wollen sollen. Eine verbotene Nacht roher Leidenschaft. Ein tödlicher Zweikampf unter blutrotem Mond. Und eine Liebe, die das Rudel entweder retten oder in Blut ertränken könnte.
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Chapter: Kapitel 5: Die Flamme der wahren Verbindung
Die Luft im großen Saal hing schwer von dem Geruch nach verschüttetem Wein, Angstschweiß und dem metallischen Hauch von Blut. Elara kniete noch immer neben Selene, deren Hand in ihrer eigenen lag wie ein zerbrechliches Blatt im Sturm. Die Finger ihrer Schwester fühlten sich kalt an, viel zu kalt für die Hitze des Blutmondes, der durch die hohen Fenster hereinleuchtete und alles in ein unheilvolles Rot tauchte. Der Heiler arbeitete fieberhaft, seine Hände flogen über den Körper der jungen Frau, während er leise Beschwörungen murmelte, die nach alten Kräutern und Mondmagie klangen.Elara spürte Thornes Blick auf sich wie eine Berührung, die sie zugleich verbrannte und gefangen hielt. Er kniete auf der anderen Seite, sein mächtiger Körper angespannt, als wollte er jeden Moment aufspringen und jemanden zerreißen. In seinen sturmgrauen Augen lag nicht mehr nur die kalte Berechnung des Erben, sondern etwas Rohes, etwas Ursprüngliches, das sie in der Nacht zuvor schon einmal gespürt hatte, a
Last Updated: 2026-07-04
Chapter: Kapitel 4: Der Duft des Verrats
Das erste graue Licht der falschen Dämmerung schlich durch die Läden, als Elara sich endlich regte. Thornes Arm lag noch schwer über ihrer Taille, sein Atem langsam und gleichmäßig an ihrem Nacken. Sie blieb reglos liegen, katalogisierte jede Empfindung: den Schmerz zwischen ihren Schenkeln, die schwachen Blutergüsse an ihren Hüften, wo seine Finger sich eingegraben hatten, die raue Stelle an ihrer Schulter, wo seine Zähne gedrückt hatten, ohne die Haut zu brechen. Sie fühlte sich gebrandmarkt auf eine Weise, wie es kein heiliges Sichelmal je hätte erreichen können.Vorsichtig glitt sie unter seiner Umarmung hervor. Er wachte nicht auf. Oder tat nur so. Sie kleidete sich schweigend an, das zerrissene Hemd hing unbeholfen von ihren Schultern, bis sie es an der Taille verknotete. Ihre Schürze blieb auf den Dielen liegen wie ein Beweisstück, das sie nicht anzufassen wagte. Sie ließ sie dort.Draußen biss die Luft scharf und rein. Reif überzog die Kiefernnadeln. Der Wald hielt den Atem an
Last Updated: 2026-06-28
Chapter: Kapitel 3: Mondaufgang und Anspruch
Der Wald verschluckte das letzte Tageslicht, als Elara durch das Dienstbotentor schlüpfte. Mondaufgang war noch eine Stunde entfernt, doch sie konnte im Anwesen nicht länger warten. Jedes Knarren der Dielen, jedes ferne Lachen aus der großen Halle fühlte sich wie Blicke auf ihrer Haut an. Sie brauchte die kalte Nachtluft, um ihren Puls zu beruhigen.Sie bewegte sich schnell entlang des Hirschpfads, der hinter den Ställen verlief und in die dichten Kiefern führte. Der Boden war weich von gefallenen Nadeln, die ihre Schritte dämpften. Niemand folgte ihr. Sie schaute zweimal nach.Die Jägerhütte tauchte zwischen den Bäumen auf wie ein vergessenes Geheimnis: niedrige Steinmauern, moosbedeckt vom Alter, ein einzelner Schornstein dunkel vor dem vertiefenden Himmel, Fenster fest verschlossen. Kein Rauch. Kein Licht. Thorne war noch nicht da, oder er hatte die Dunkelheit absichtlich gewählt.Elara drückte die schwere Tür auf. Die Scharniere stöhnten. Drinnen roch es nach altem Holz, getrockne
Last Updated: 2026-06-28
Chapter: Kapitel 2: Das Gewicht der Blicke
Die Dämmerung kam kalt und erbarmungslos, tauchte das Anwesen in Schattierungen von geprelltem Purpur und Stahl grau. Elara erhob sich, bevor der erste Hahn krähte, so wie immer. Ihr Körper bewegte sich aus Gewohnheit: die Küchenfeuer entfachen, Wasser aus dem Brunnen holen, Teig kneten, bis die Schultern schrien. Routine war Rüstung. Routine hielt sie am Leben.Heute fühlte sich die Rüstung papierdünn an.Sie trug das erste Tablett mit Brot und Käse in die große Halle, gerade als das Rudel zu erwachen begann. Krieger in Leder und Pelz schlenderten herein, Stiefel polterten auf Stein, Stimmen rau vom Schlaf und dem Ale der vergangenen Nacht. Elara hielt den Kopf gesenkt, das Haar fiel wie ein Vorhang nach vorn, doch sie spürte die Veränderung in der Luft in dem Moment, als Thorne eintrat.Er kündigte sich nicht an. Das musste er nie. Der Raum wurde allmählich still, Gespräche verstummten, Köpfe wandten sich. Er trug wieder Schwarz, eine Farbe so tief, dass sie das Licht verschluckte.
Last Updated: 2026-06-28
Chapter: Kapitel 1
Erbe des Eisenfang-Rudels. Eroberer dreier Grenzterritorien, bevor er fünfundzwanzig wurde. Gerüchten zufolge hatte er seinen eigenen Onkel im Einzelkampf getötet, ohne sich zu verwandeln, nur um zu beweisen, dass das Blut stark geblieben war. Er lümmelte in dem geschnitzten Stuhl, als wäre er eigens für ihn gemacht worden, ein langes Bein ausgestreckt, die Finger trommelten lässig auf der Armlehne. Sein dunkles Haar fiel in unordentlichen Wellen über die Stirn, doch nichts an ihm war unordentlich. Nicht die scharfe Linie seines Kiefers, nicht die sturm grauen Augen, die nichts entgingen, nicht die feine Narbe, die sich von der linken Schläfe bis zum Mundwinkel zog wie ein Versprechen von Gewalt.Elara hielt den Blick gesenkt, als sie sich dem Tisch näherte. Sie stellte das Tablett mit dem Glühwein zwischen zwei Ältesten ab, vorsichtig, damit die Kelche nicht klirrten. Niemand dankte ihr. Das tat niemand je. Sie war Möbel, nützlich nur, wenn gebraucht, und unsichtbar, wenn nicht.Sie
Last Updated: 2026-06-28
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