Mag-log inAn dem Tag, der eigentlich der glücklichste ihres Lebens werden sollte, wurde Deviana vor dem Traualtar stehen gelassen. Ihr Verlobter Adrian entschied sich, sie zu verlassen, um zu Leviana zurückzukehren – einer Frau aus seiner Vergangenheit, die plötzlich erkrankte und nach ihm rief. Vor den Augen der Hochzeitsgäste und unzähligen aufblitzenden Kameras musste Deviana die bittere Wahrheit hinnehmen: Sie wurde verlassen, gedemütigt und zum Gespött aller gemacht. Doch aus den Trümmern ihres Stolzes und ihres gebrochenen Herzens fasste sie einen Entschluss. Sie würde wieder aufstehen. Sie würde nicht zulassen, dass Leviana ihr alles nahm – ihre Liebe, ihren Ruf oder ihre Macht.
view more„Adrian … gehst du wirklich?“
Devianas zitternde Stimme hallte durch den großen Hochzeitssaal, der plötzlich in völlige Stille gehüllt war. Sie hielt Adrians Hand noch immer fest, doch sie spürte bereits, wie kalt und regungslos sie geworden war. Ringsum starrten Dutzende von Gästen sprachlos auf die beiden, während Kamerablitze unaufhörlich aufleuchteten. Die Hochzeitsmusik, die eben noch den Saal erfüllt hatte, war verstummt, und nur eine bedrückende, angespannte Stille blieb zurück. Langsam drehte sich Adrian zu ihr um. Sein Blick war leer, als würde er in weite Ferne schauen. Seit dem Anruf war sein Gesicht kreidebleich. Leise glitt ein Name über seine Lippen. „Leviana …“ Behutsam entzog er Deviana seine Hand. Ihr Körper bebte leicht. „Ich muss gehen. Leviana ist krank. Ich kann sie jetzt nicht allein lassen.“ Seine Stimme war fest und ließ keinen Zweifel zu. Deviana rang nach Luft. Langsam wich alle Farbe aus ihrem Gesicht. „Adrian … heute ist unser Hochzeitstag. Willst du mich wirklich wegen einer anderen Frau am Altar stehen lassen?“ Adrian antwortete ruhig. „Sie ist keine andere Frau.“ „Sie ist die Frau, die ich einst geliebt habe.“ Ohne auch nur einen Moment zu zögern, drehte er sich um und wollte den Altar verlassen. Verzweifelt packte Deviana seinen Arm. „Adrian! Du kannst doch jemand anderen zu ihr schicken! Du hast selbst gesagt, ich sei deine Zukunft! Zerstöre nicht unser ganzes Leben wegen deiner Vergangenheit!“ Für einen kurzen Augenblick blieb Adrian stehen. Doch sein Blick war eisig und voller Zorn. „Du hast mir nicht vorzuschreiben, um wen ich mich kümmern soll.“ „Sie gehört nicht einfach meiner Vergangenheit an.“ „Sie hat mir einst das Leben gerettet. Und jetzt leidet sie.“ Im Saal begann ein aufgeregtes Gemurmel. Viele Gäste zückten sofort ihre Smartphones, um die unfassbare Szene festzuhalten. Der Bräutigam ließ seine Braut am Altar zurück, um zu einer anderen Frau zu eilen. Deviana biss sich fest auf die Lippen. Mit zitternder Stimme versuchte sie, ihre letzte Würde zu bewahren. „Wenn du jetzt gehst, Adrian … dann ist alles zwischen uns vorbei!“ „Diese Demütigung werde ich niemals akzeptieren!“ Adrian sah sie lange an. In seinen Augen lag Schmerz. Doch dieser Schmerz galt nicht Deviana. Es war der Schmerz eines Mannes, der seine Entscheidung bereits getroffen hatte. „Gut.“ „Dann ist es vorbei.“ „Such mich nie wieder.“ Seine Stimme war ruhig. Doch jedes einzelne Wort schnitt wie eine scharfe Klinge tief in Devianas Herz. Er löste ihre Hand, ging entschlossen die Stufen des Altars hinunter und ließ die Frau zurück, die an diesem Tag seine Ehefrau hätte werden sollen. Deviana blieb regungslos stehen und konnte den Blick nicht von seiner sich entfernenden Gestalt lösen. Kurz darauf brach im Saal das Chaos aus. Ein Mann in der ersten Reihe lachte laut auf. Leises Flüstern verwandelte sich nach und nach in grausamen Spott. „Seht euch Deviana an! Die angeblich perfekte Braut wurde am Altar sitzen gelassen!“ „War sie nicht diejenige, die Adrian jahrelang hinterhergelaufen ist?“ „Und am Ende hat er sie trotzdem verlassen.“ „Sie hätte längst merken müssen, dass Adrian Leviana immer noch liebt.“ „Sie war einfach zu blind, um die Wahrheit zu erkennen.“ Deviana umklammerte ihr Brautkleid so fest, dass ihre Fingerknöchel weiß wurden. Ihre Brust fühlte sich an, als würde sie zusammengedrückt werden, und selbst das Atmen fiel ihr schwer. Ihr Gesicht glühte vor Wut und Demütigung. Tränen liefen über ihre Wangen. Doch sie wischte sie sofort fort. Nein. Sie würde niemandem ihre Schwäche zeigen. Schon gar nicht den Menschen, die sich an ihrem Sturz erfreuten. Ihre Mutter erhob sich hastig von ihrem Platz unter den Ehrengästen und wollte zu ihr eilen. Doch Deviana hob die Hand und hielt sie auf. Das musste sie allein durchstehen. Zur gleichen Zeit stieg Adrian draußen vor der Kirche hastig in sein Auto. Noch bevor der Fahrer etwas sagen konnte, befahl er: „Ins Krankenhaus.“ „Sofort.“ Sein Kopf war voller Chaos. Doch an seiner Entscheidung gab es keinen Zweifel. Er konnte Leviana in diesem Moment unmöglich allein lassen. Zurück in der Kirche. Deviana stand noch immer regungslos da. Einige Brautjungfern näherten sich ihr vorsichtig. Doch bevor jemand etwas sagen konnte, durchbrach die kalte Stimme einer Frau die Stille. „Deviana, willst du mit Adrian wirklich Schluss machen?“ „Warst du nicht diejenige, die ihm all die Jahre hinterhergelaufen ist?“ Ihre Worte waren voller Verachtung und Hohn. Wieder erklang Gelächter. „Du warst einfach zu gierig.“ „Wie konntest du glauben, einen Mann heiraten zu können, der nie wirklich dir gehört hat?“ „Sieh nur, wie alles geendet hat.“ Jede höhnische Bemerkung traf Deviana wie ein Donnerschlag. Langsam hob sie das Kinn und ließ ihren Blick durch den gesamten Saal schweifen. In den Augen der Gäste lag Mitleid. Doch stärker als das Mitleid war ihre Genugtuung. Die Genugtuung darüber, ihren Fall mitzuerleben. Doch Deviana war keine Frau, die am Boden liegen blieb. Sie hob leicht den Saum ihres Brautkleides an und schritt mit erhobenem Haupt über den Mittelgang, der sie eigentlich in ein glückliches Leben hätte führen sollen. Ihre Augen funkelten vor unerschütterlicher Entschlossenheit. „Lacht heute, solange ihr wollt.“ „Doch eines Tages werdet ihr sehen, wie ich wieder aufstehe.“ „Stärker.“ „Mächtiger.“ „Und höher, als ihr es euch jemals vorstellen könnt.“ Sie sprach diese Worte ruhig aus, als wären sie ein Schwur, der tief in ihre Seele eingraviert wurde. An der Kirchentür blieb sie einen Moment stehen. Ein letztes Mal blickte sie zum nun verlassenen Altar. Mit ruhiger, aber unerschütterlicher Stimme sagte sie: „Adrian.“ „Ich habe dich aus tiefstem Herzen geliebt.“ „Aber ich schwöre …“ „Heute ist diese Liebe gestorben.“„Es tut mir leid, Deviana ... aber ich werde dich trotzdem mit nach Hause nehmen.“Adrians Stimme war fest und kalt und ließ keinen Raum für Widerspruch.Der luxuriöse schwarze Wagen glitt langsam durch die kühle Nacht. Die Straßenlaternen zogen als verschwommene Lichtstreifen vorbei, als hätten sie jede Bedeutung verloren. Im Inneren des Autos war die Stille schwerer als das leise Brummen des Motors.Deviana saß schweigend auf dem Beifahrersitz. Mit leerem Blick schaute sie aus dem Fenster, während ihr lautlos Tränen über die Wangen liefen. Sie weinte nicht mehr aus Angst.Sie weinte vor Erschöpfung.Erschöpft davon, Wunden zu tragen, die nie wirklich verheilt waren.Erschöpft davon, einen Mann zu lieben, der nie gelernt hatte, sie so zu lieben, wie sie es verdient hatte.Ihr Herz fühlte sich an, als wäre es in tausend Stücke zerbrochen.Nur eine einzige Frage ging ihr noch durch den Kopf.Was wird Adrian mir dieses Mal antun?Und doch...Hinter ihren Tränen glomm noch ein winziger F
„Es ist mir egal. Ich muss sie heute Nacht sehen.“ Adrian murmelte diese Worte leise, als sein Wagen vor einer luxuriösen Wohnanlage im Herzen der Stadt anhielt. Es war bereits tief in der Nacht, doch die Lobby war noch immer hell erleuchtet. Als die Sicherheitskräfte ihn erkannten, ließen sie ihn ohne weitere Fragen eintreten. Sein Gesicht war düster. Sein Blick scharf. In seiner Brust vermischten sich Wut, Sehnsucht und ein Schmerz, den er selbst nicht mehr verstand. Er blieb vor der Tür einer Wohnung stehen, die ihm nur allzu vertraut war. Es war lange her, seit er zuletzt hier gewesen war. Damals... war dieser Ort erfüllt von Lachen, Tränen und den gemeinsamen Erinnerungen mit Deviana. Jetzt... waren nur noch Reue und eine unüberbrückbare Distanz geblieben. Er ballte die Fäuste. Stolz und Schuldgefühl kämpften in ihm gegeneinander, während er auf die Frau wartete, die ihm seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf ging. Ein paar Augenblicke später... waren Schritte zu hören
„Adrian blieb regungslos vor dem Herrenbekleidungsgeschäft stehen.Das Hemd, das er noch in der Hand hielt, glitt langsam aus seinen Fingern und fiel zu Boden, ohne dass er es überhaupt bemerkte.Sein leerer Blick war auf Devianas Rücken gerichtet, während sie sich mit festen Schritten entfernte – ohne auch nur einen Moment zu zögern.Als hätte sie ihn...wirklich verlassen.Als hätte sie ihn...tatsächlich vergessen.Wut und Frustration brandeten in seiner Brust auf wie gewaltige Wellen, die gegen schroffe Felsen schlugen.Doch unter all diesen Gefühlen gab es eines, das alles andere überragte.Verlust.„Ich werde dich nicht einfach gehen lassen, Deviana!“Adrians raue, von Emotionen erfüllte Stimme hallte durch die ganze Straße.Einige Passanten drehten sich nach ihm um.Doch das war ihm völlig gleichgültig.Der Stolz und die Würde, auf die er sein ganzes Leben lang so stolz gewesen war...waren endgültig zerbrochen.Wie Glasscherben, die verstreut auf der Straße lagen.Gerade als e
„Sham, finde Deviana. Sofort.“Adrian stand am Fenster seines Büros und blickte durch die riesige Glasscheibe auf die geschäftige Stadt hinunter. In seinen Augen lag unverkennbare Sorge. Er hielt sein Handy fest umklammert, doch seit langer Zeit war keine einzige Nachricht von Deviana eingegangen.Fast zwei Wochen waren vergangen, seit sie spurlos verschwunden war, ohne auch nur ein Lebenszeichen zu hinterlassen.Nun war Adrians Geduld endgültig am Ende.Hinter ihm stand sein persönlicher Sekretär Sham und zögerte.„Sir ... haben Sie nicht versprochen, nie wieder nach ihr zu suchen?“Adrian antwortete nicht.Sein ganzer Körper war angespannt, seine Kiefer fest zusammengepresst.Ja.Das hatte er tatsächlich gesagt.Ein Schwur, geboren aus seinem Stolz.Er würde niemals einer Frau hinterherlaufen, die ihn verlassen hatte.Doch die stillen Nächte ...Das Telefon, das nie wieder klingelte ...Und Devianas Gesicht, das ihn Nacht für Nacht in seinen Träumen verfolgte ...All das hatte die M











