MasukJedes Wort ist eine Klinge, die sich in meine Brust bohrt. Er weiß alles. Absolut alles. Meine Vergangenheit, meinen Beruf, meine ursprünglichen Absichten. Er kennt meine Geschichte besser als ich selbst. Panik steigt auf, eine eiskalte Hand, die mir die Kehle zuschnürt, die meine Lungen zusammendrückt. — Wie...? — Ich habe meine eigenen Quellen, Blanche. Ich habe Ihre Karriere schon lange vor Ihrem 'Verschwinden' aufmerksam verfolgt. Ein Journalist, der sich für Das Auge interessiert, ist ein seltenes Ereignis. Die meisten geben auf, noch bevor sie die Tür durchschritten haben. Sie haben durchgehalten. Sie haben es sogar geschafft, hereinzukommen. Und dann nichts mehr. Keine Artikel mehr, keine Recherchen mehr. Funkstille. Also habe ich mich erkundigt. Ich habe Fragen gestellt. Und ich habe die Katze aus dem Sack gelassen. Die Journalistin, die gefangen, dressiert, gezeichnet wurde. Die Journalistin, die zur willigen Sache des Herrn geworden
Ihre Beine verschlingen sich um meine Hüften, ihre Arme um meinen Hals. Unsere beiden Körper sind eine einzige Einheit, verschweißt durch Fleisch und Seele. Ich bewege mich nicht. Ich will mich nicht bewegen. Ich will dort bleiben, in ihr, für die Ewigkeit.— Verdammt, Blanche... du bist so heiß...Die Worte reißen sich aus meiner Brust, roh, glühend, furchterregend. Ich liebe dich bis zum Verlust der Kontrolle, bis zum Schwindel, bis zur Angst. Du hast das Eis geschmolzen, das mein Herz seit Jahrzehnten umschloss. Du hast ein Feuer in meiner Dunkelheit entzündet. Du bist mein Licht, mein Chaos, mein Heil... aber es bleibt in meiner Kehle stecken.— Damien... Ich weiß nicht mehr, wo du aufhörst und wo ich anfange. Ich bin dein, aber du bist mein. Ich gehöre dir, aber du gehörst mir. Das ist die einzige Wahrheit, die zählt.Sie verstärkt ihre Umarmung um mich, ihre Knöchel kreuzen sich auf meinem Rücken, ihre Fersen drücken gegen meine Nieren.
DamienIch trage sie zu meinen privaten Gemächern. Nicht zu ihren, nicht zum Zimmer der Eingeweihten. Das Zimmer des Herrn, das Allerheiligste, dieser Raum, den seit dem Bau dieses Flügels niemand jemals betreten hat. Keine Submissive, kein Gast, kein Diener. Mein intimes Heiligtum, mein Zufluchtsort als einsamer Mann.Heute Abend gibt es keine Geheimräume mehr, keine Steindonjons, keine kodifizierten Rituale. Es gibt keinen Herrn und keine Eingeweihte mehr. Es gibt einen Mann, eine Frau und das zwingende, viszerale Bedürfnis, zu einem einzigen Wesen zu verschmelzen. Der Tag war eine heilige Prüfung, eine Taufe aus Schmerz und Feuer. Nun kommt die Belohnung. Die Feier. Die Ekstase.Das Zimmer ist riesig, eine Kathedrale der Intimität. Die Wände bestehen aus rohem Stein, Granitblöcken, die im Kontrast zur Raffinesse der Möbel stehen. Ein Bett mit Baldachin aus schwarzem Schmiedeeisen, so massiv, dass es im Boden verwurzelt scheint, mit weißem Lein
Die Nadel setzt ihre Arbeit fort, vertieft die Schatten, zeichnet die Flammenarabesken. Der Schmerz ist ein Feuermeer auf meinem Becken, aber Damiens Stimme hält ihn auf Abstand, verwandelt ihn in ein entferntes Summen.— Am Abend des Vertrags, in meinem Arbeitszimmer, als ich dir die Alternative stellte – der Tod oder ich –, war ein Teil von dir verängstigt. Aber ein anderer Teil, derjenige, den du unter deinen Artikeln und Prinzipien verstecktest, dieser Teil jubelte. Ich sah es in deinen geweiteten Pupillen, in deinem beschleunigten Atem, in der Röte, die in deine Wangen stieg. Du wolltest nicht sterben, sicher. Aber du wolltest bleiben. Du wolltest wissen, wie tief du fallen konntest. Du wolltest, dass ich dir den Abgrund zeige.Seine Hände lassen meine Handgelenke los, gleiten meine Arme hinauf, streicheln meine Schultern, senken sich wieder auf meine Brüste. Seine Finger finden meine Brustwarzen, rollen sie sanft, und die doppelte Empfindung – die N
Die Sitzung dauert eine Stunde, vielleicht länger – die Zeit hat jede Konsistenz verloren. Er lässt meine Hand kein einziges Mal los. Seine Stimme unterbricht sich nie, ein kontinuierlicher, hypnotischer Fluss, der mich wie ein Ariadnefaden durch das Labyrinth des Schmerzes führt. Er erzählt mir von unserer ersten Begegnung, von dem Blick, den ich in der Grube erwidert habe, dieser stille Trotz, der ihn durchbohrt hat. Er sagt mir, wie er in diesem Augenblick wusste, dass ich anders war, dass er mich nicht einfach verschwinden lassen konnte wie die anderen. Er erzählt mir von dem ersten Mal, als ich "Daddy" sagte, dieses Wort, das mich all meine Kraft gekostet hat und ihn innerlich ins Wanken gebracht hat. Er vertraut mir an, dass er in der Nacht, als er mich in seinem Arbeitszimmer überraschte, nicht Wut verspürte, sondern eine abgrundtiefe Leere, die panische Angst, mich zu verlieren. Er sagt mir, dass er während dieser drei Tage der Abwesenheit nicht geschlafen, nicht gegess
Er führt mich zu einem großen geneigten Spiegel, der an der Wand befestigt ist und den ganzen Raum reflektiert. Er stellt sich hinter mich, und ich sehe unsere Spiegelbilder übereinander: seine massige, dunkle Gestalt, meine blassen, nackten Kurven, das Lederhalsband an meiner Kehle wie ein Bindestrich zwischen uns. Seine Hände legen sich auf meine Hüften, warme und feste Handflächen, und er zieht mich an sich. Die Wolle seiner Hose reibt sanft an meinem nackten Gesäß.— An einer Stelle, die nur du und ich sehen können. Nicht das Handgelenk, nicht der Nacken, nicht der Knöchel. Ein geheimer, intimer, verborgener Ort. Dort, wo deine Haut am zartesten, am empfindlichsten, am verletzlichsten ist. Dort, wo niemand außer mir jemals das Recht haben wird, seine Augen ohne deine Erlaubnis darauf zu richten – und du wirst sie niemandem geben.Seine rechte Hand verlässt meine Hüfte, gleitet über meinen Bauch, langsam, Finger für Finger. Sie wandert nach unten, umkr







