登入Anna Ich wache langsam auf, der Körper taub, schmerzend. Das Licht filtert durch die Vorhänge, sanft, fast unwirklich nach der Nacht, die ich gerade durchlebt habe. Jede Stelle meiner Haut erinnert mich an seine Gesten, seine Bisse, seine besitzergreifenden Hände. Ich schließe für einen Moment die Augen, die Kehle zugeschnürt. Ich fühle mich gezeichnet, verschlungen… zerbrochen und ganz zugleich. Ein Geräusch von Glas lässt mich zusammenzucken. Ich drehe den Kopf und entdecke ihn, in einem Sessel am Fenster sitzend. Er sieht mich an, ein Glas Whisky in der Hand, der Kiefer angespannt. Sein Blick ist dunkel, unentzifferbar. „Wach auf, Anna…", murmelt er mit rauer Stimme. Ich richte mich mühsam auf, die Decke gleitet über meine nackten Schultern. Meine Wangen erröten unter seinem schweren Blick. „Ich habe Essen bestellt… Du musst wieder zu Kräften kommen." Er steht auf, nähert sic
Anna Der Morgen bricht sanft über der Villa an. Ich öffne die Augen mit Mühe, jeder Muskel meines Körpers erinnert mich an die Nacht, die ich gerade durchlebt habe. Eine Nacht, zugleich brennend und grausam, gezeichnet von seiner Besitzgier. Louis ist nicht mehr an meiner Seite. Das Bett ist kalt. Mein Herz krampft sich zusammen. Ich richte mich langsam auf, der Blick verloren in dem riesigen, stillen Zimmer. Diese Villa gleicht mehr einem goldenen Gefängnis als einer Zuflucht. Die Tür öffnet sich ohne ein Geräusch. Clara erscheint, die Augen gesenkt, die Hände vor sich gefaltet. „Der Herr hat mich gebeten, Ihnen das Frühstück im Zimmer zu servieren, Madame." Immer dieses „Madame", das mich erstarren lässt. Eine unsichtbare Barriere zwischen ihr und mir, auferlegt von Louis. Ich nicke schweigend. Clara gehorcht, stellt das Tablett auf den niedrigen Tisch. „Der Her
Anna Der Tag bricht kaum an, als ich seinen Blick auf mir spüre. Nackt in seinen Laken liegend, fühle ich mich verletzlich, ausgesetzt. Louis schläft nicht. Er starrt mich an, der Blick dunkel, nachdenklich. „Wach auf", murmelt er und streichelt meine Hüfte mit besitzergreifender Geste. „Ich nehme dich mit." Ich öffne die Augen wieder, die Kehle zugeschnürt. Mein Körper schmerzt, Erinnerung an seine Brutalität vom Vorabend. Aber ich wage nichts zu sagen. Ich begnüge mich mit einem Nicken. Louis steht auf, kleidet sich an, ohne den Blick von mir abzuwenden. Immer dieser Blick, der mich festnagelt, der mich jede Sekunde daran erinnert, wem ich gehöre. „Mach dich fertig. Clara wird dir helfen. Du wirst schön sein. Ich will, dass alle dich sehen. Dass alle es wissen." Ich runzele die Stirn, überrascht. „Wohin… Wohin bringst du mich?" Er lächelt, ein kaltes Lächeln.
Anna Die Tage dehnen sich in dieser Villa mit den zu weißen Wänden, den erstickenden Vergoldungen. Ich verliere mich darin, gefangen in einem Luxus, der mich von allem entfernt, was ich war. Und doch, langsam, schleicht sich eine Präsenz in diese Leere. Clara. Sie ist anders als Hélène. Weniger kalt, weniger distanziert. Aber niemals überschreitet sie die unsichtbare Grenze, die Louis gezogen hat. Immer spricht sie mit dieser Zurückhaltung zu mir, die mir einen Stich ins Herz versetzt. Immer nennt sie mich Madame. „Madame… es ist schönes Wetter heute. Vielleicht könnten Sie etwas Luft schnappen, im Garten. Ich könnte Sie begleiten… wenn Sie möchten." Ihre Stimme zittert leicht. Ich hebe die Augen, überrascht, dass sie es überhaupt wagt, mir das vorzuschlagen. „Louis will nicht…" Clara senkt sofort den Kopf. „Verzeihung, Madame… Ich hätte nicht… Es ist nur… der Garten ist we
Anna Ich verstehe nicht, was geschieht. Er ist da, vor mir, aufrecht in diesem stickigen Zimmer, wo ich zu viel geweint, zu viel gestöhnt, zu viel gelitten habe. Und seine Worte fallen, schneidend, ohne Widerrede. „Du verlässt diesen Ort. Heute." Ich sehe ihn an, verblüfft, die Kehle zugeschnürt. „Wa… was?" Louis tritt vor, sein brennender Blick in meinem verankert. Er lässt keinen Raum für Diskussion. „Du bleibst nicht länger hier, Anna. Ich habe dich zu lange in diesem verdammten Bordell gelassen. Es ist vorbei. Du kommst mit mir." Ich stehe langsam auf, fiebrig, versuchend zu verstehen, was er wieder ausheckt. „Wo… Wo willst du mich hinbringen?" Er deutet ein kaltes Lächeln an. „Ich habe eine Villa gekauft. Groß genug, abseits von Paris. Niemand wird dich dort suchen kommen. Niemand wird das Recht haben, ohne meine Erlaubnis einen Fuß h
Louis Ich wende für einen Moment den Blick ab, nur eine Sekunde, und suche in der Menge ein Gesicht, das nicht da ist. Anna. Gegangen. Versteckt. Und ich… verurteilt. Meine Stimme ist kalt, unerbittlich. „Ja." Camille lächelt. Ein siegreiches Lächeln. Sie glaubt, sie hat mich bekommen. Sie weiß nicht, dass sie niemals mehr sein wird als ein Name auf einem Papier. Eine Marionette. Man reicht mir den Ring. Ich schiebe ihn an ihren Finger, ohne zu zittern. Sie erschaudert und fühlt sich endlich an ihrem Platz, dort, wohin ihr Ehrgeiz sie geführt hat. Aber tief in mir erlischt alles. Und in dieser inneren Stille bleibt ein einziges Bild: das von Anna, nackt in meinen Laken, der flehende Blick, die Tränen in den Wimpern. Ich heirate heute. Aber ich gehöre nur ihr. Für immer. --- Anna Der Himmel von Paris ist grau, schwer, bedrohl
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaDas goldene Licht der Wandleuchten streichelt die dunklen Wände der Suite, wirft lange, geschwungene Schatten, die auf dem schwarzen Samt des Sofas tanzen. Die Luft ist schwer, geladen mit einem betörenden Duft – einer Mischung aus neuem Leder, gealtertem Whiskey und diesem moschusartigen, fa
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m







