Amaras PerspektiveDas Training am nächsten Morgen fühlte sich nicht wie Training an. Es fühlte sich an wieStrafe.Meine Muskeln brannten, mein Kopf dröhnte, und jedes Mal, wenn ich versuchte, die Kraftzu lenken, die in mir wohnte, reagierte sie wie ein wildes Tier mal gehorsam, mal bissig undunberechenbar. Selene stand ein paar Schritte entfernt, die Arme verschränkt, das Gesichtruhig, aber ihre Augen verrieten, dass sie genau sah, wie sehr ich kämpfte.„Nicht mit Gewalt“, sagte sie zum dritten Mal. „Du bist kein Sturm, den man zwingt. Du bistder Mond. Du ziehst. Du rufst.“Ich wischte mir Schweiß aus den Augen und starrte auf den großen Stein, den ich bewegensollte. Nicht zerbrechen. Nur bewegen. Meine Hände zitterten noch von den letztenVersuchen. Das silbrige Leuchten war jetzt ständig da, schwach, aber immer präsent, wieeine zweite Haut, die ich nicht ablegen konnte.„Ich habe nie etwas gerufen“, murmelte ich. „Ich habe immer nur versucht, nicht gehört zuwerden.“Selene
Last Updated : 2026-06-29 Read more