
Das Fotospiel meines Mafia-EhemannsGerade erst, nachdem ich beinahe verblutet war, schenkte ich der Familie Rossi ihren Erben.
Aber mein Mann Carter, der Unterboss der Rossis, ließ seine Vertraute Sofia meine Geburt filmen – nur weil sie sagte, ihr sei langweilig.
Sie hielt alles fest: wie ich die Kontrolle über meinen Körper verlor, meine Schreie, mein vor Schmerzen verzerrtes Gesicht.
Danach machte sie Screenshots, verwandelte sie in Memes und verbreitete sie in einem privaten Gruppenchat des engsten Familienkreises.
Durch die Tür meines Krankenzimmers drang Sofias lautes Lachen zu mir.
„Carter, das ist die beste Unterhaltung des ganzen Jahres. Du weißt immer genau, was ich will.“
„Aber Sloane wird ausrasten, wenn sie aufwacht und das sieht.“
Die Narkose hatte noch nicht nachgelassen. Meine Augenlider waren schwer, und durch den Dämmerzustand hindurch vernahm ich Carters gewohnt lässigen Tonfall.
„Sie wird nicht wirklich wütend. Du kennst Sloane – sie tut immer, was ich ihr sage.“
„Ich muss sie nur ein wenig um den Finger wickeln. Außerdem – jetzt, wo der Erbe da ist, wird sie mich ohnehin nicht verlassen.“
Meine Finger, verborgen unter den Seidenlaken, ballten sich zu Fäusten. Mein Kopf wurde überschwemmt von allem, was ich über die Jahre für ihn aufgegeben hatte.
Carter hatte wohl vergessen, wer ihn zu dem Mann gemacht hatte, der heute diese Straßen beherrschte.
Da ihr Spiele so liebt, spiele ich jetzt ein richtiges mit euch.
Wenn ich gehe, werdet ihr es alle bereuen.