LOGINAls Elena Hartmann unerwartet die Hälfte des geheimnisvollen Blackwood Manor erbt, gerät ihr Leben aus den Fugen. Den Namen der verstorbenen Erblasserin hat sie nie zuvor gehört – doch der geheimnisvolle Lucien Moreau behauptet, sie hätte niemals einen Fuß auf das Anwesen setzen dürfen. Zwischen düsteren Familiengeheimnissen, verborgenen Lügen und einer gefährlichen Anziehung beginnt ein Spiel aus Misstrauen und Leidenschaft. Während Elena die Wahrheit über ihre Vergangenheit aufdeckt, muss sie entscheiden, ob sie ihrem Herzen vertrauen kann – oder ob Lucien der größte Feind ihres Lebens ist. Manche Erben erhalten Reichtum. Elena erbte ein Geheimnis, das alles zerstören könnte.
View MoreDie schweren Flügeltüren fielen hinter uns ins Schloss.Mit einem dumpfen Knarren kehrte die Stille von Blackwood Manor zurück.Eine andere Stille.Nicht die bedrückende der Kapelle.Diese hier war vertraut.Fast friedlich.Und trotzdem fühlte ich mich, als wäre ich ein anderer Mensch als noch vor einer Stunde.Keiner sprach.Martha ging schweigend voraus.Elias folgte ihr mit gesenktem Blick.Nur Lucien blieb neben mir.Nicht dicht genug, um mich zu berühren.Aber nah genug, dass ich seine Anwesenheit spürte.„Ich möchte allein sein.“Meine Stimme klang erschöpft.Lucien nickte.„Das dachte ich mir.“Er machte einen Schritt zur Seite.„Zimmer dreizehn.“Ich sah ihn an.„Dort bist du ungestört.“Es war das erste Mal seit Langem, dass keiner versuchte, mich aufzuhalten.Keine Warnung.Keine Rätsel.Nur diese wenigen Worte.Ich nickte stumm.Langsam machte ich mich auf den Weg die breite Treppe hinauf.Jede Stufe fühlte sich schwerer an als die vorherige.Der Blick der steinernen Ahnenp
„Willkommen zu Hause, Elena.“Die Worte verklangen.Doch die Stille, die ihnen folgte, war lauter als jede Stimme zuvor.Niemand sprach.Nicht Lucien.Nicht Elias.Nicht einmal das Wasser.Ich kniete noch immer vor der Marmorplatte.Mein Blick hing auf den beiden Worten, die unter meinem Namen eingraviert waren.Die Letzte Hüterin.Meine Finger zitterten.Langsam strich ich erneut über die kalte Schrift.Sie fühlte sich vollkommen glatt an.Als wäre sie nicht in den Stein gemeißelt...sondern schon immer ein Teil von ihm gewesen.„Nein...“Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.„Das muss ein Irrtum sein.“Neben mir hörte ich Elias tief ausatmen.Er wirkte, als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.„Nein.“Es war das erste Wort, das seit der Stimme gesprochen wurde.Ich hob langsam den Kopf.„Was?“Elias ließ den Blick nicht von der Inschrift.„Blackwood Manor irrt sich nie.“Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken.„Du glaubst also wirklich...“Ich brachte d
Die rote Rose öffnete langsam ihre Blütenblätter.Der silberne Bach floss ruhig an ihr vorbei.Kein Wind.Kein Geräusch.Selbst das Tropfen des Wassers war verstummt.Ich konnte den Blick nicht von der Blüte lösen.Zwischen den weißen Rosen wirkte sie wie ein Herz, das noch immer schlug.„Warum ist sie rot?“Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.Elias trat langsam neben mich.Seine Augen ruhten auf der Rose.„Weil sie nie vergessen hat.“Ich runzelte die Stirn.„Was soll das bedeuten?“Er antwortete nicht sofort.Stattdessen kniete er sich an den Bach.Er tauchte vorsichtig seine Fingerspitzen ins Wasser.Kleine silberne Wellen breiteten sich aus.„Dieses Wasser...“murmelte er.„...ist älter als Blackwood Manor.“Lucien blieb stehen.„Mein Großvater nannte es immer den Erinnerungsstrom.“„Erinnerungsstrom?“fragte ich.„Er sagte, jede Entscheidung, jede Liebe und jeder Verlust hinterließen hier ihre Spuren.“Ich betrachtete das klare Wasser.Es sah vollkommen gewöhnlich aus.U
„Vertrau mir.“Die Worte verschwanden so schnell, wie sie erschienen waren.Ich starrte auf den geöffneten Kompass.„Ihr habt das auch gesehen?“Lucien nickte.„Ja.“Elias jedoch schwieg.Er betrachtete die eiserne Tür, als würde sie ihn an etwas erinnern, das er längst vergessen wollte.„Vivienne wollte nie, dass jemand diesen Ort betritt“, sagte Lucien schließlich.„Dann sag mir, warum hat sie uns hierhergeführt?“Er hatte keine Antwort.Ich trat langsam auf die Tür zu.Das Metall war dunkel angelaufen.An manchen Stellen hatte der Rost feine Muster gebildet, die aussahen wie Dornenranken.Ich legte vorsichtig meine Hand auf die kalte Oberfläche.Nichts geschah.„Sie ist verschlossen.“murmelte ich.Elias trat neben mich.„Sie war nie verschlossen.“Verwirrt sah ich ihn an.„Wie meinst du das?“Er strich mit den Fingerspitzen über die Tür.„Es gab nie ein Schloss.“Er hatte recht.Ich betrachtete die Tür genauer.Kein Schlüsselloch.Keine Klinke.Kein Riegel.Nur die eingravierten W

















