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KAPITEL 42: DER ERSTE ATEMZUG

مؤلف: Zayden Noir
last update تاريخ النشر: 2026-07-24 22:54:53

Es geschah an einem Maimorgen, früh, als das Licht noch das zartrosa Licht der Morgendämmerung war und die Vögel draußen ihren frühesten und lautesten Dienst taten, den Dienst, den sie tun, als wäre das Ankündigen des Tages die wichtigste Arbeit der Welt.

Klara hatte die Nacht in der besonderen Halbwachheit verbracht, die die letzten Wochen begleitet hatte, einem Zustand, in dem der Schlaf flacher wird und die Nacht länger, und in dem man manchmal liegt und auf etwas wartet, ohne zu wissen, o
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  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 45: MAXIMILIANS BUCH

    Es begann als Notizen für sich selbst und wurde etwas anderes, ohne dass Maximilian eine Entscheidung getroffen hatte, es zu etwas anderem zu machen. Das war die Art, wie die wichtigsten Dinge manchmal entstanden, nicht durch Plan, sondern durch das beharrliche Tun von etwas, das sich richtig anfühlte, bis es zu groß war, um es noch nicht zu benennen. Die Notizen über seinen Vater hatten im März des Vorjahres begonnen, als er Klara von dem Lachen erzählt hatte, das später ankam als erwartet, und als Klara gesagt hatte, das klinge wie der erste Absatz eines Buches. Er hatte das damals halb als Scherz verstanden und halb als das aufgenommen, was es vielleicht war, ein Hinweis, dem nachzugehen. In dem Monat, in dem Mia sechs Monate alt wurde, hatte er dreißig Seiten. In dem Monat, in dem Mia neun Monate alt wurde, waren es sechzig. Die Seiten hatten sich entwickelt auf eine Art, die er nicht geplant hatte: Sie enthielten nicht nur Otto König, sondern die Geschichte des Unternehmens, w

  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 44: DIE FRAUEN DES HAUSES

    Es gab eine Stunde in diesem Haus, die Klara als die ihrige betrachtete, in einem Sinn, der nichts Ausschließendes hatte, sondern etwas Spezifisches: die Stunde zwischen sechs und sieben Uhr morgens, bevor Mia aufwachte und bevor Maximilian aus seinem Schlaf in den Tag glitt und bevor Frau Bauer ankam und das Haus mit dem Kaffeeduft und dem leisen Radio und ihrer unaufdringlichen Anwesenheit füllte. Diese Stunde gehörte Klara. Sie saß in der Küche mit dem ersten Kaffee, der Stille des frühen Morgens um sie herum, und sie dachte, oder schrieb, oder las, oder tat manchmal gar nichts, was das Schwerste war und das, das sie am meisten gebraucht hatte zu lernen: einfach sitzen, in der Stille, ohne dass die Stille aufgefüllt werden musste. An einem Januarmorgen in dem Jahr, in dem Mia sechs Monate alt war, saß Frau Bauer bereits in der Küche, als Klara hereinkam. Das war ungewöhnlich. Frau Bauer kam um halb acht, nicht früher, weil das die Vereinbarung war und weil Frau Bauer Vereinbarun

  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 43: DAS ERSTE JAHR MIT MIA

    Es gab Dinge über das erste Jahr mit einem Kind, die man sich nicht vorstellen konnte, bevor man sie erlebte. Nicht die großen Dinge, die jeder beschrieb, die Erschöpfung, die sich von gewöhnlicher Müdigkeit unterschied, weil sie eine andere Textur hatte, dichter und gleichzeitig diffuser. Nicht die Freude, die ebenfalls so beschrieben worden war, dass man glaubte, sie zu kennen, bevor sie da war. Sondern die kleinen Dinge, die man nicht erwartet hatte, weil niemand über sie sprach. Zum Beispiel die Stille. Klara hatte gedacht, mit einem Kind im Haus wäre mehr Lärm. Mia machte natürlich Geräusche, die Geräusche, die Kinder machen, die Laute des Unzufriedenseins und des Zufriedenseins und des Erstaunens, die sich alle noch nicht in Worte gefügt hatten, sondern als etwas existierten, das direkter war als Worte, unmittelbarer, ohne die Umwege der Sprache. Aber zwischen diesen Geräuschen gab es Stille, und diese Stille war anders als alle Stille, die Klara vorher in diesem Haus erlebt

  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 42: DER ERSTE ATEMZUG

    Es geschah an einem Maimorgen, früh, als das Licht noch das zartrosa Licht der Morgendämmerung war und die Vögel draußen ihren frühesten und lautesten Dienst taten, den Dienst, den sie tun, als wäre das Ankündigen des Tages die wichtigste Arbeit der Welt. Klara hatte die Nacht in der besonderen Halbwachheit verbracht, die die letzten Wochen begleitet hatte, einem Zustand, in dem der Schlaf flacher wird und die Nacht länger, und in dem man manchmal liegt und auf etwas wartet, ohne zu wissen, ob es diese Nacht kommt oder die nächste. Maximilian hatte neben ihr geschlafen, ebenfalls nicht tief, auf die Art, wie man schläft, wenn man aufmerksam bleibt, ohne es zu wollen. Als es begann, wusste sie es sofort, nicht aus dramatischem Wissen, sondern aus dem einfachen Wissen des Körpers, der versteht, was passiert, bevor der Verstand es verarbeitet hat. Sie sagte Maximilians Namen, ruhig, weil keine Eile da war und weil Ruhe das Richtige war. Er war sofort wach. In den Stunden, die folgt

  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 41: DER WINTER VOR DEM FRÜHLING

    Der Dezember legte sich über das Anwesen wie immer, aber dieser Dezember hatte eine andere Qualität als die vorherigen, die Klara in diesem Haus erlebt hatte. Der erste Dezember war das Schweigen der Entfremdung gewesen, eine Stille, die brannte. Der zweite war die Stille des Prozesses gewesen, des Wartens, der zurückgehaltenen Luft. Dieser dritte Dezember war einfach Winter, ohne Last, ohne Bedeutung jenseits seiner selbst. Greta kam wie angekündigt zu Weihnachten und brachte zu viele Geschenke mit, was sie jedes Jahr tat und wofür sie sich nie entschuldigte, weil sie der Ansicht war, dass zu viele Geschenke zu Weihnachten eine der wenigen unvermeidlichen Übertreibungen des Lebens seien, die man sich erlauben sollte. Sie blieb fünf Tage und schlief im Gästezimmer, das inzwischen einen Charakter angenommen hatte, der über ein bloßes Gästezimmer hinausging, mit Büchern, die Greta bei früheren Besuchen gelassen hatte, und einem Bild, das Klara ihr mitgebracht hatte, und dem Wissen, da

  • DIE VERGESSENE BRAUT DES CEOS   KAPITEL 40: EIN NEUES LEBEN BEGINNT

    Die Nachricht kam im Oktober, und sie kam nicht mit Trommelwirbel oder besonderen Umständen, sondern an einem Dienstagmorgen, still und absolut. Klara hatte den Test allein gemacht, früh, bevor Maximilian aufgestanden war, nicht aus Geheimhaltung, sondern weil sie wollte, dass dieser Moment zuerst ihr gehörte, bevor er ihnen gehörte. Das war eine Entscheidung, die keiner Erklärung bedurfte, auch nicht bei ihm, der verstehen würde, warum, weil er inzwischen verstand, wie sie dachte, und warum manche Momente zuerst allein sein mussten, damit sie real wurden. Sie stand in dem kleinen Badezimmer, das frühe Oktoberlicht draußen noch flach und schräg, und hielt das Ergebnis in den Händen, und ließ es sich setzen. Dann ging sie zurück ins Schlafzimmer. Maximilian schlief noch, oder hatte fast geschlafen, der Zustand, den sie an ihm erkannte, das Atmen, das nicht ganz tief genug war für Schlaf, aber zu ruhig für Wachheit. Als sie ins Bett zurückkehrte, öffnete er die Augen ohne aufzuschr

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