Durch Sünde verbunden: Der Erbe und seine Stiefmutter

Durch Sünde verbunden: Der Erbe und seine Stiefmutter

last updateLast Updated : 23.06.2026
By:  Queen BeeOngoing
Language: Deutsch
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Synopsis

Modern

Dunkle Romantik

Besitzergreifend

Rücksichtslos

Reiche Oberschicht

Verbotene Liebe

WARNUNG: Dieses Buch enthält sensiblen Inhalt. Nicht empfohlen für Minderjährige unter 18 Jahren. Zwei Herzen, gezeichnet von einem Verrat, der von einem Monster orchestriert wurde. Tristan Delyon, der stürmische Erbe, kehrte aus der Armee zurück, verwandelt in eine Waffe der Rache. Er glaubte den Lügen seines Vaters, Cassius, und verließ die große Liebe seines Lebens, Aurora, und ließ sie vollkommen der Gnade des Schurken ausgeliefert. Aurora Dupont Delyon, eine talentierte Goldschmiedin, überlebt als Trophäenfrau und Gefangene des Mannes, der sie zwang zu heiraten, um die Schulden der Familie zu begleichen. Unter einer Maske aus Kälte und Eleganz verbirgt sie ein explosives Geheimnis: Der Sohn, den Cassius für seinen Erben hält, ist in Wahrheit Tristans Sohn. Als die beiden sich wiederbegegnen, ist die Anziehung ein Sturm, doch das Misstrauen eine Mauer. Tristan muss seine Loyalität beweisen, und Aurora muss entscheiden, ob sie dem Mann vertrauen kann, der sie einst zerstört hat. Doch in einem Spiel, in dem der Feind der eigene Architekt ihrer Leben ist, ist jeder Schritt ein Risiko. Bis zu welchem Punkt kann man einem ehemaligen Liebhaber vertrauen, der sich in ein Monster verwandelt hat? Und wie viel muss man opfern, um den Sohn zu schützen, der der lebende Beweis ihrer verbotenen Liebe ist?

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Chapter 1

KAPITEL 1 — DER ANFANG DES RUINS (AURORA)

Der Kristallleuchter hauchte Lichtpartikel über die Elite Münchens, doch ich spürte nur das Gewicht des goldenen Armbands an meinem Handgelenk — eine Hundeleine, die Cassius hartnäckig als Geschenk bezeichnete.

Die Luft, die ich atmete, war gefiltert durch die Eiswand, die ich um mich herum errichtet hatte, ein Schutzschild gegen diese Welt aus Firnis und Gift. Bis die Tür sich öffnete und er eintrat.

Tristan.

„Mein Magen zog sich zusammen, als hätte ich einen Faustschlag erhalten.“ Die Jahre hatten ihn nicht weicher gemacht — sie hatten etwas Gefährlicheres geschmiedet. Sein schwarzer Militäranzug umspannte Schultern, die breiter wirkten, und sein Gesicht hatte schärfere Konturen angenommen, ein sorgfältig gestutzter Bart betonte seine starke Kieferpartie.

Seine blonden Haare, noch immer leicht wellig, waren kürzer geschnitten, behielten jedoch jenes Chaos, das mich stets dazu gebracht hatte, mit den Fingern hindurchzufahren.

Doch es waren seine Augen, die mich erstarren ließen. Jene grünen Augen, die einst von jugendlicher Leidenschaft gebrannt hatten, waren nun gefrorene Seen, die Abgründe widerspiegelten, die zu erforschen ich fürchtete. Selbst aus der Ferne durchbohrte mich ihr intensiver Glanz und versprach Dinge, die mein Verstand sich nicht einmal zu benennen traute.

Als unsere Blicke sich trafen, bekam die Eiswand Risse.

„Es war kein oberflächlicher Kratzer. Es war ein tektonischer Bruch, der alles freisetzte, was ich sieben lange Jahre begraben hatte.“ Die öffentliche Demütigung, der zerreißende Schmerz des Verlusts, die erstickende Einsamkeit in diesem Käfig, den Cassius Ehe nannte.

Und, verräterischer als alles andere, das Verlangen. Ein primitiver Instinkt, der nie gestorben war, nur geschlafen hatte und auf diesen Blick gewartet hatte.

Cassius, der die Veränderung in der Atmosphäre bemerkte wie ein Raubtier, das Blut witterte, drückte meinen Arm mit berechneter Kraft.

— Unsere Stern erstrahlt endlich am Nachthimmel. — flüsterte er, seine Stimme ein vergifteter Honig. — Gehen wir den Helden begrüßen. Und du, meine Blume, wirst ohne meine Erlaubnis welken?

Er zog mich durch den Saal, eine Marionette aus Knochen und Fleisch, gekleidet in Seide. Jeder Schritt war eine Qual. Die Welt verschwamm, bis nur noch Tristan blieb, reglos wie eine griechische Statue, der unsere Annäherung beobachtete.

Aus der Nähe war er noch beeindruckender. Die von Jahren in fremden Ländern gebräunte Haut ließ seine grünen Augen wie Smaragde unter dem Licht funkeln.

— Tristan, mein Sohn. — Cassius’ Stimme war ein Muster falscher Herzlichkeit. — Willkommen zurück.

Tristan ignorierte seinen Vater. Seine Augen blieben fest auf mich gerichtet, scannten jedes Detail — mein Gesicht, meinen Körper in dem Kleid, das Cassius eigenhändig gewählt hatte und das ich verabscheute, meine entblößte Seele. Es gab kein Lächeln, kein Nicken. Nur diese raubtierhafte Beobachtung, die mich bei lebendigem Leib verzehrte.

Meine Augen wurden verräterisch zu seinen Lippen gezogen — immer noch so perfekt geformt, ein krasser Gegensatz zur mörderischen Kälte seines Blicks.

— Vater. — sagte er schließlich, das Wort glatt und emotionslos. Sein Blick senkte sich auf Cassius’ Hand an meinem Arm, und für einen Augenblick wurde das Eis in seinen Augen noch schneidender.

Dann kehrten seine Augen zu meinen zurück, und ein Mundwinkel hob sich zu etwas, das kein Lächeln war.

— Aurora. — Mein Name aus seinem Mund klang wie eine Besitzergreifung. Ein heiserer, intimer Laut, der in den tiefsten Schichten meines Wesens widerhallte und ein Feuer entfachte, das die Eiswand nicht mehr halten konnte. — Wie… passend.

Das Wort war für alle anderen harmlos. Für mich war es eine Kriegserklärung. Passend. So wie unsere Geschichte es immer gewesen war — intensiv, verboten und unser.

Cassius drückte meinen Arm, bis es schmerzte, eine stille Warnung.

„Ja“, brachte ich hervor, meine Stimme ein raues Flüstern. „Willkommen zurück, Tristan.“

Er hielt meinen Blick einen Sekundenbruchteil länger, lange genug, dass gefährliche Erinnerungen meine Sinne überfluteten — der Geschmack seines Mundes, die Hitze seiner Hände, das Geräusch seiner Stöhnen in den dunklen Ecken der Schule.

— Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges unterbrochen. — sagte er, sein Blick noch immer mit meinem verschlungen.

— Nur das faszinierendste Gespräch über die neue Winterkollektion. — antwortete Cassius für mich, seine Finger gruben sich tiefer in mein Fleisch. — Meine Frau hat so… fesselnde Meinungen zu Juwelen.

Das Wort „Frau“ hing wie eine Klinge zwischen uns. Tristan zuckte nicht mit der Wimper.

— Hatte sie schon immer. — stimmte er zu, seine Stimme leise, doch schwer von den Erinnerungen der Vergangenheit. — Ich erinnere mich an ihre Entwürfe. Sie waren immer die interessantesten.

Cassius lachte, ein trockener, humorloser Laut.

— Ja, nun, jetzt schmücken ihre Entwürfe die wichtigsten Frauen Europas. Nicht wahr, Liebling?

Bevor ich antworten konnte, beugte Tristan sich leicht vor.

— Manche Juwelen verdienen bessere Fassungen. — flüsterte er, leise genug, dass nur ich es hörte.

Er wandte sich dann Cassius zu und begann ein banales Gespräch über militärische Logistik, der perfekte Erbe. Doch der Schaden war angerichtet.

Die Eiswand würde sich nicht wieder aufbauen. Er hatte sie mit wenigen sorgfältig gewählten Worten niedergerissen. Und an ihrer Stelle brannten nun die Flammen der Vergangenheit — und der Gegenwart.

„Ich wusste mit einer schrecklichen und elektrisierenden Gewissheit, dass Tristan nicht nur für die Villa oder das Delyon-Imperium zurückgekehrt war.

Er war zurückgekehrt für einen Krieg, der uns alle zu zerstören drohte.“

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