LOGINMondgebundene Herzen Als Lily in die alte Hütte ihrer Großmutter im dichten Wald zurückkehrt, sucht sie eigentlich nur Ruhe und Frieden. Doch schon in der ersten Nacht begegnet sie ihm – Jake, dem mächtigen Alpha des Nachtrudels. Ein Blick genügt, und ein uraltes Schicksalsband erwacht zwischen der rebellischen Fotografin und dem gefährlichen Werwolf. Jake ist besitzergreifend, dominant und bereit, alles zu tun, um seine Gefährtin zu beschützen. Lily hingegen will sich niemandem unterwerfen – schon gar nicht einem Mann, der halb Wolf ist. Zwischen verbotener Leidenschaft, gefährlichen Rudelkriegen und dunklen Geheimnissen der Vergangenheit entbrennt eine Liebe, die beide Welten erschüttern könnte. Wird Lily ihr Herz dem Alpha schenken – oder flieht sie vor dem Schicksal, das der Mond für sie bestimmt hat?
View MoreStille legte sich über die Halle. Darians Worte hingen schwer in der Luft.„Dein Vater?", wiederholte Jake ungläubig. „Dein eigener Vater hat dich verflucht?"„Er ist nicht nur mein Vater. Er ist der Alpha der Bergwacht." Darians Stimme war bitter. „Und er sieht den Bund der Fünf als Bedrohung. Er glaubt, dass die alten Traditionen rein bleiben müssen — keine Vermischung mit anderen Rudeln, keine Zusammenarbeit, keine Öffnung nach außen. Als ich begann, von Aurora zu träumen und von der Silberwölfin zu sprechen, sah er das als Verrat."„Also hat er dich verflucht?", fragte Aurora entsetzt.„Nicht direkt. Er hat unsere Schamanin beauftragt. Sie hat den Fluch auf mich gelegt, um meine Verbindung zur Geisterebene zu unterbrechen. Um mich von dir abzuschneiden." Darian sah Aurora an. „Es hat nicht funktioniert. Die Träume wurden stärker, nicht schwächer. Also bin ich geflohen."Lily trat zu ihm und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Du hast einen weiten Weg auf dich genommen, um Hilfe z
Der nächste Morgen begann früh. Lily, Elara und Selene versammelten sich im Gästehaus, um Darians Wunde zu behandeln. Der junge Mann lag auf einem Bett, sein Arm entblößt, die schwarzen Linien des Fluches hatten sich in der Nacht weiter ausgebreitet und krochen jetzt bis zu seiner Schulter. „Es wird schlimmer", stellte Elara fest. „Der Fluch reagiert auf deine Anwesenheit, Lily. Er spürt die silberne Magie und wehrt sich." „Dann müssen wir schnell handeln." Lily setzte sich neben Darian und legte ihre Hände auf seinen Arm. „Das wird wehtun", warnte sie. „Der Fluch wird sich nicht kampflos lösen lassen." „Ich habe Schlimmeres ertragen", sagte Darian, aber seine Stimme war angespannt. Aurora stand in der Ecke des Raumes und beobachtete. Sie hatte darauf bestanden, bei der Heilung dabei zu sein, obwohl ihre Mutter zunächst gezögert hatte. „Wenn er aus meinen Träumen kommt, will ich verstehen, was mit ihm geschieht", hatte sie gesagt, und Lily hatte schließlich nachgegeben. Jetzt sa
Drei Tage nach Kaels Kampf gegen Maya geschah etwas, das Auroras Welt verändern sollte.Es war ein kühler Morgen, und der Nebel hing noch über dem See, als die Wachen am Nordtor Alarm schlugen. Nicht den Alarm für einen Angriff, sondern das Signal für einen unbekannten Besucher — einen einzelnen Wanderer, der aus den östlichen Bergen kam.Aurora, die gerade mit ihrer Mutter in der Schule arbeitete, spürte es sofort. Ein Ziehen in ihrer Brust, ein silbernes Pulsieren, das sie nur einmal zuvor gespürt hatte — in ihren Visionen.„Mama", flüsterte sie. „Er ist hier."Lily sah ihre Tochter an und verstand sofort. „Der Junge aus deinen Träumen?"„Ich weiß es nicht. Aber irgendetwas... ruft mich."Sie eilten zum Nordtor, wo sich bereits eine kleine Menge versammelt hatte. Jake stand mit Kian und Lena am Tor, und vor ihnen, allein und zu Fuß, stand ein junger Mann.Er war etwa sechzehn Jahre alt, groß und breitschultrig, mit dunklem Haar, das ihm in die Stirn fiel. Seine Kleidung war die eine
Der Morgen kam mit einem klaren, blauen Himmel und einer Spannung, die in der Luft knisterte wie vor einem Gewitter. Kael hatte kaum geschlafen. Immer wieder war Mayas Gesicht vor seinem inneren Auge aufgetaucht — ihre grünen Augen, ihr herausforderndes Lächeln, die selbstbewusste Art, wie sie ihren Stab hielt.„Du bist nervös", stellte Aurora beim Frühstück fest. „Das sehe ich an deinen Fingern. Du trommelst immer mit den Fingern auf den Tisch, wenn du nervös bist."Kael hörte sofort auf zu trommeln. „Ich bin nicht nervös. Ich bin... konzentriert."„Auf Maya?" Aurora grinste.„Auf die Herausforderung. Das ist etwas anderes."„Natürlich ist es das." Aurora biss in ihr Brot und zwinkerte ihm zu. „Sag mir nachher, wie es gelaufen ist. Ich muss zur Schule — ich unterrichte heute die Kleinen in Heilkunde."„Warte." Kael hielt sie zurück. „Hast du letzte Nacht wieder geträumt? Von dem Jungen mit den goldenen Augen?"Auroras Lächeln verblasste. „Ja. Aber diesmal war es anders. Er hat meinen
Jake hielt Lily noch eine Weile in seinen Armen. Sie spürte seinen starken Herzschlag an ihrer Wange. Für einen Moment vergaß sie alles – die Angst, die Werwölfe, die Gefahr. Es fühlte sich einfach nur richtig an.Dann löste sie sich vorsichtig von ihm. Ihre Wangen waren rot.„Danke“, murmelte sie.
Lily wachte auf, weil Sonnenlicht durch das Fenster fiel. Für einen Moment wusste sie nicht, wo sie war. Dann kamen die Erinnerungen zurück. Der Wald. Jake. Die Werwölfe. Das Dorf.Sie setzte sich im Bett auf und schaute sich um. Das Zimmer war schön. Holzwände, weiche Decken und ein großer Kleider
Lily saß noch lange im Wohnzimmer und starrte ins Feuer. Die Flammen tanzten ruhig, aber in ihrem Kopf drehte sich alles. Werwölfe. Gefährtenbund. Mond. Jake. Das alles klang wie eine verrückte Geschichte aus einem Buch. Aber sie war hier. In einem fremden Haus. In einem Dorf, das auf keiner Karte
Lily versuchte erneut, ihren Arm aus Jakes Griff zu befreien. Seine Finger waren warm und stark, aber sie taten ihr nicht weh. Trotzdem hatte sie große Angst. „Lass mich los!“, sagte sie laut. „Ich will nach Hause!“ Jake schaute sie nur an. Seine goldenen Augen leuchteten im Mondlicht. Er antwor





