LOGINKapitel 20: Asche unter dem MondDer Steinkreis sah nicht aus wie ein Schlachtfeld, als alles vorbei war. Er war sehr still. Still nach dem, was dort geschehen war.Der Ort war viel zu ruhig.Zu ruhig.Die alten Steine standen unter dem zurückkehrenden Mond. Sie wirkten bleich, als würden sie etwas beobachten. Es schien, als hätten sie schon viele Enden gesehen. Die Nachtluft zitterte noch ein wenig vom Echo dessen, was geschehen war. Es war kein Sieg. Es war etwas Brüchiges, etwas, das zwischen dem lag, was geschehen war, bevor der Mond zurückkehrte — etwas, das die uralten Steine schon oft gesehen hatten.Elara stand mitten im Kreis.Allein.Das Rudel stand am Rand der Lichtung. Sie wussten nicht, was sie tun sollten. Es war, als hätten sie Angst, auch nur einen Schritt zu machen. Sie hatte in einem völlig verwüsteten Ort wieder Ordnung geschaffen. Niemand sagte ein Wort. Niemand bewegte sich. Alle sahen nur die Frau an, die etwas Dunklem gegenübergestanden hatte und nicht hatte wei
Kapitel 19: Blut und SternenlichtDie letzte Konfrontation fand am Steinkreis statt.Hier kam also alles zum Höhepunkt.Wir sprechen vom Steinkreis, dem Ort, an dem alles endete.Der Steinkreis war der Schauplatz der Konfrontation; dort geschah alles.Der Steinkreis war der Ort — genau der Steinkreis, von dem ich spreche — an dem die letzte Konfrontation stattfand.Unter einem mondlosen Himmel.Elara stand allein. Wirklich allein. Elara hatte weder ihre Familie noch ihre Freunde bei sich. Sie hatte einfach niemanden. Elara war ganz auf sich gestellt, ohne irgendwen an ihrer Seite.Das Rudel stand am Rand von etwas. Ich habe keine Ahnung, was es war. Sie standen einfach da und warteten darauf, dass etwas geschah. Das Rudel bewegte sich nicht; es blieb reglos stehen. Es stand am Rand und wartete. Es wartete an diesem Rand, an diesem Etwas. Mehr tat es nicht. Das Rudel blieb still.Die Sache kam zu mir nach Hause. Ich hatte auf sie gewartet. Jetzt ist sie da.Die Sache ist wirklich groß,
Kapitel 18: Der unsichtbare KriegEine ganze Gruppe von Menschen kam zusammen. Das Rudel war vollständig da, jedes einzelne Mitglied des Rudels.Die Leute verstanden die Sache nicht. Es war für sie wirklich verwirrend.Die Sache war den Leuten nicht klar. Darin lag das Problem.Die Leute verstanden es einfach nicht, ganz gleich was geschah.Die Sache war das Problem, mit dem die Leute zu tun hatten, und es war eine große Sache für die Leute und die Sache.Die Menschen konnten diesen Geruch einfach nicht wahrnehmen. Das war ein Geruch, den sie nicht riechen konnten.Tatsache war: Die Leute konnten die Sache nicht sehen, es sei denn, die Sache wollte tatsächlich von ihnen gesehen werden. Es war, als hätte die Sache ein Mitspracherecht. Die Sache ließ die Leute nur dann sehen, wenn sie sich dazu entschied. Sie bestimmte selbst, wer sie sehen konnte. So war es. Die Leute konnten die Sache nur sehen, wenn sie es zuließ.Die Menschen vertrauten Elara sehr. Sie hatten großes Vertrauen in sie
Kapitel 17: Echos unter der RindeElara schlich sich noch vor der Morgendämmerung davon und trug die Erinnerung an die Schnitzereien wie einen Stein in ihrer Brust. Die Stimme aus der Wurzelhöhle summte ihr noch immer hinter den Zähnen, eine Sprache, die ihr niemand beigebracht hatte und die doch genau die richtigen Formen in ihrem Geist hinterließ. Sie konnte nicht erklären, wie die Worte passten — nur, dass sie es taten, und dass sie etwas Altes und Geduldiges in ihr weckten.Sie sagte sich, es sei nur Neugier, nichts weiter. Doch Neugier hatte jetzt Gewicht, und mit jedem Schritt fort vom Baum verschob sich dieses Gewicht: ein Zug zurück zum Wald, ein Zug zu etwas, das darauf vertraute, von ihr verstanden zu werden. Unter ihrer Haut spürte sie einen langsamen, antwortenden Puls, als würden Finger ein Muster nachzeichnen, das seit Generationen gelernt worden war, noch bevor sie geboren wurde. Unser Blut erinnert sich, hatte die Höhle gesagt. Der Gedanke kam ihr ganz und schrecklich
Kapitel 16: Flüstern aus dem Tiefen WaldDoch Frieden ist nie von Dauer.Eine Herbstnacht war etwas ganz Besonderes. Sie war tief im Wuchs, an einem Ort, den selbst das Rudel nur selten betrat, weil er so furchteinflößend war. Elara spürte in jener Nacht etwas — etwas, das sich nur schwer in Worte fassen ließ. Der alte Wuchs war ein Ort, den das Rudel nicht oft aufsuchte. Genau das machte ihn für Elara so faszinierend. Elara fühlte sich zu dem Wuchs hingezogen; es war, als würde der alte Wuchs Elara rufen. Er hatte eine Ausstrahlung, die Elara dazu brachte, ihn erkunden zu wollen. Elara wollte sehen, was sich in dem Wuchs verbarg, und deshalb war sie so neugierig auf den alten Wuchs.Ein Zug.Nicht der Mond.Etwas Älteres.Die Frau ging allein. Sie hatte niemanden bei sich. Sie tat dies ganz für sich allein. Sie war in diesem Moment vollkommen allein. Alles, was sie tat, tat sie allein.Sie ging um diesen Baum herum. Der Baum war uralt. Dort entdeckte sie eine Höhle, die sie noch nie
KAPITEL 15Der lange MondJahre später.Die neue Generation von Jungen rannte durch den Wald. Diese Jungen hatten glänzende Augen und sie fürchteten sich vor nichts.Die Jungen rannten umher, spielten miteinander. Sie waren voller Energie und Freude. Sie liebten es zu rennen und Spaß zu haben.Der Wald ist ein großartiger Ort für die neue Generation, um herumzutollen. Sie spielen gern im Wald. Es macht ihnen großen Spaß. Die Jungen sind glücklich, wenn sie im Wald sind; dort fühlen sie sich wohl.Elara ist jetzt älter. In ihrem Haar zeichnen sich Silberfäden ab. Sie sitzt auf der Veranda und schaut sich in Ruhe um. Elara lässt sich Zeit und beobachtet alles. Das Silber in ihrem Haar fällt auf. Jetzt steht Elara auf der Veranda und schaut weiterhin, was um sie herum geschieht.Thorne sitzt neben ihr. Er hält ihre Hand fest in seiner. Er lässt sie nicht los.Die Familie hat Kinder, zwei Mädchen. Die Mädchen wurden mit dem Blut in sich geboren. Ihre Eltern haben ihnen beigebracht, dass d







