Die Krieger waren abgezogen, und mit ihnen war das hasserfüllte Kreischen des Klons in den Tiefen der Katakomben verhallt. In der uralten Krypta blieb nur die schwere, geschichtsträchtige Stille zurück, unterbrochen vom stetigen, fernen Tropfen des Grundwassers. Aiden stand noch immer direkt vor Luna. Seine Hand, groß und von unzähligen Kämpfen gezeichnet, lag noch immer federleicht an ihrer Kehle, dort, wo eben noch der kalte Schein des Bluffs geherrscht hatte. Nun aber strömte eine Hitze von seinen Fingern aus, die Luna durch Mark und Bein ging. „Du hast keine Angst vor mir gehabt“, flüsterte er, und das raue Bernstein seiner Augen suchte in ihrem Gesicht nach Antworten, die sein Verstand ihm verweigerte. „Nicht eine Sekunde. Warum, Luna?“ Luna lächelte matt, obwohl ihr Herz so fest schlug, dass es fast schmerzte. Sie legte ihre eigene Hand, gezeichnet von den silbernen Narben des Seelendolches, sachte auf seine Brust, genau dorthin, wo das zersprungene Band einst geschlagen hatt
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