MARCEL Die Tür knarrte auf, und ich erwartete, dass sie in Handtücher gewickelt und mit einer gewissen Haltung herauskommen würde. Aber was ich stattdessen bekam? Eine nackte, tropfende Versuchung, die in nichts als Trotz gehüllt war. Für solide drei Sekunden setzte mein Gehirn komplett aus. Keine Gedanken. Keine Worte. Nur sie. Nackt, kühn, es tat verdammt physisch weh, sie anzusehen. Sie wusste genau, was sie tat. Die Art, wie sie das Kinn hob, die Art, wie sie ihre Hüften von einer Seite zur anderen schwang, und die Art, wie sie auf mich zuging — nein, wie sie stolzierte — als wäre die verdammte Erde dazu da, ihr zu dienen. Dann blieb sie vor mir stehen, posierte, ihre nassen, zerzausten Haare über der Schulter, verlockend, eine Faustvoll davon zu greifen. Sie sah aus, als wäre sie aus meinem schönsten Traum herausspaziert und von der Göttin geschickt worden, um mich zu bestrafen. Mein Wolf knurrte zustimmend, und ich ballte die Hände an meinen Seiten, versuchte mit aller Kra
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