Die Luft im Flur fühlte sich dünn an, als wäre dem Gebäude der Sauerstoff entzogen worden. Maya sah den Mann im Ledersessel an. Er war Julians Ebenbild. Derselbe markante Kiefer, dasselbe dunkle Haar, dieselbe Größe. Doch seinen Augen fehlte die Wärme, die sie so an ihm liebte. Sie glichen blauen Eissplittern, scharf und berechnend. Julian stand neben ihr, steif wie ein Brett. Er hatte nach seinem Holster gegriffen und sich dann erinnert, dass es leer war.Der Mann im Sessel stand auf. Mit einer ruhigen, fast raubtierhaften Eleganz schritt er zur Tür. An seinem Finger trug er einen Ring, der im Licht funkelte. Das Falkenemblem auf dem Metall wirkte, als beobachte es sie. Hinter ihm saß Mayas Vater noch immer, die Hände auf dem Schreibtisch verschränkt. Er wirkte nicht überrascht. Er sah zufrieden aus, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet.„Ich dachte, du wärst tot“, sagte Julian mit tiefer, knurrender Stimme.Der Mann lächelte und enthüllte Zähne, die zu perfekt waren. „Tod i
Last Updated : 2026-06-29 Read more