Meine Stimme erstickt, Tränen steigen mir in die Augen. Ich wollte nicht flehen. Die Worte kamen von selbst heraus, entrissen von der Angst, von der Liebe, die ich noch immer für Eryk empfinde, von der absoluten Gewissheit, dass Kael seine Drohung wahr machen würde, wenn ich ihn nicht aufhielte. Er sieht mich an, und in seinen Augen sehe ich den Sturm. Die Wut, ja, eine schwarze, verzehrende Wut. Aber auch etwas anderes. Schmerz. Ein alter, tiefer Schmerz, in sein Fleisch eingebrannt, der nicht von gestern stammt, der nicht von mir kommt, der viel weiter zurückreicht. Ein Schmerz des Verrats, vielleicht. Des Verlustes. Der Verlassenheit. „Mein Angebot der Geduld", sagt er mit dumpfer Stimme, „bedeutet nicht, dass ich Ehebruch dulde, Lyanna. Es bedeutet nicht, dass ich die Augen verschließen werde, während Ihr Euren Ritter in meinem eigenen Palast trefft, in Eurem eigenen Zimmer, auf dem Bett, das wir teilen." „Es gab keinen Ehebruch. Nicht auf die
Last Updated : 2026-07-17 Read more