Die Braut, die alles verlor
Am Tag meiner eigenen Hochzeit war ich nicht die Braut.
Die Zeremonie, auf die ich fünf Jahre lang gewartet hatte, wurde zur Farce, als Valentina, meine Schwester, den Marmorgang entlangschritt. Sie trug ein weißes Brautkleid. Ihren Arm hatte sie bei Luca eingehakt, dem Mann, der eigentlich am Altar auf mich hätte warten sollen.
„Es tut mir leid, Bianca“, sagte sie leise. „Aber heute bist du nicht mehr die Braut.“
Dann legte sie eine Hand auf ihren Bauch, die Augen voller triumphierender Genugtuung.
„Ich bin schwanger. Mit dem Kind von Don Romano.“
Ihre Worte explodierten in meinem Kopf. Die Welt um mich herum verstummte.
Als hätte sie Angst, ich würde ihr nicht glauben, hob sie etwas Glänze