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Kapitel 14 : Der Pakt 2

Author: Déesse
last update publish date: 2026-07-16 01:05:19

Blanche Sterling. Einunddreißig Jahre alt. Journalistin. Einzelkind einer Witwe, die sie mit rührender Hingabe beschützt. Seit drei Jahren Single, nach unseren Informationen. Keine ernsthafte Beziehung, einige unverbindliche Abenteuer. Eine Frau, die ihr Gefühlsleben zugunsten ihrer Karriere auf Eis gelegt hat, die ihre Wünsche unter Stapeln von Akten und Spesenabrechnungen begraben hat.

Ich habe alles überprüft. Ihre Zeitung, ihre Artikel, ihre früheren Infiltrationen. Ein illegales Kasino
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    Blanche Die zweite Nacht in diesem Haus, und ich schlafe noch immer nicht. Das Zimmer ist schön, von einer nüchternen und eleganten Schönheit, die nichts dem Zufall verdankt. Leinenlaken von mineralischer Frische, die bei der geringsten Bewegung rascheln. Mit perlgrauem Samt bespannte Wände, die Licht und Schall absorbieren. Ein Strauß weißer Lilien auf der Mahagonikommode, ihre Blütenblätter von wächserner Blässe, ihr betörender Duft, der selbst nachts den Raum erfüllt. Ein vergoldeter Käfig, dessen Tür nicht abgeschlossen ist. Sie muss es nicht sein. Das Halsband genügt, um mich gefangen zu halten. Am Morgen stellt Madame Harlow ein silbernes Tablett auf den Nachttisch. Frische, gewürfelte Früchte, ein Hauch von goldenem Honig, dampfender Tee in einer Porzellankanne, ein winziges Croissant, das unter dem Zahn zerbröselt. Kein Fleisch, kein raffinierter Zucker, nichts, was Körper oder Geist beschweren k

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    Ein massiver Stuhl aus dunklem Holz, mit hoher Rückenlehne wie ein mittelalterlicher Thron. Die Armlehnen sind breit, durch Gebrauch poliert. Die Füße sind mit Mustern beschnitzt, die ich nicht erkenne. Ein Stuhl, der scheinbar schon immer da war, der Teil des Steins, der Stille, des Halbdunkels zu sein scheint. Er steht neben dem Stuhl. Schwarzer Anzug, weißes Hemd, der Kragen offen über seinem kräftigen Hals. Dieselbe nüchterne Eleganz wie beim ersten Mal, dieselbe Aura absoluter Kontrolle. Er hält nichts in den Händen, macht keine Geste. Er wartet einfach, die Arme am Körper entlang, den Blick auf die Tür gerichtet, durch die ich gerade eingetreten bin. Auf mich. Er sagt nichts. Er mustert mich. Sein Blick geht von meinem zum Knoten hochgesteckten Haar aus, wandert meinen freigelegten Nacken hinab, verweilt auf dem schwarzen Lederhalsband, gleitet über meine Schultern, a

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