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KAPITEL 124 : DIE EINSAMKEIT

작가: Déesse
last update 게시일: 2026-06-06 06:23:44

Giulia

Die ersten Monate dieses neuen Lebens sind seltsam. Sehr seltsam.

Ich weiß nicht, wie ich sie sonst bezeichnen soll. Sie sind nicht glücklich, aber sie sind auch nicht unglücklich. Sie sind nicht friedlich, aber sie sind nicht gequält. Sie sind in der Schwebe, in diesem undefinierten Raum, der auf große Krisen folgt und großen Entscheidungen vorausgeht. Eine Schleuse. Ein Übergang. Eine Klammer.

Ich bin die meiste Zeit allein mit Stella. Lorenzo kommt zwar jeden Tag, das stimmt,
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    Valentina Sein Daumen auf meiner Wange ist ein Brandmal. Seine Anwesenheit im Raum, in meinem Raum, den er für mich geschmiedet hat, saugt alle Luft auf. Ich sehe nur ihn. Ich höre nur die ohrenbetäubende Stille meines eigenen Blutes, das an meinen Schläfen pocht. — Du zitterst, stellt er fest, seine Stimme ein Flüstern aus Samt und Stahl. Es ist keine Frage. Es ist die Feststellung eines Experten. Er weiß es. Er weiß, dass jede Faser meines Wesens sich auflehnt, dass jeder Instinkt nach Flucht schreit. Er genießt es. — Das ist normal, fährt er fort. Das erste Mal ist immer von … Ehrfurcht geprägt. Das Wort ist eine als Liebkosung getarnte Beleidigung. Ehrfurcht. Nicht Liebe. Nicht geteiltes Begehren. Die Unterwerfung unter eine höhere Macht. Endlich finde ich meine Stimme, ein heiseres, ersticktes Rinnsal. — Du solltest bei ihr sein. Die Worte komm

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