LOGINLiebe kennt nicht nur eine Form. Lust genauso wenig. Diese Sammlung erzählt in jeder Geschichte von einer neuen Begegnung, einer anderen Fantasie und dem Moment, in dem zwei Menschen der Versuchung nicht länger widerstehen wollen. Verbotene Liebhaber, Fremde für eine Nacht, erbitterte Gegner mit viel zu starker Anziehungskraft und Paare, die gemeinsam ihre Grenzen austesten: Hier wird nicht nur begehrt, sondern gehandelt. Körper finden zueinander, heimliche Wünsche werden ausgesprochen und aus einer heißen Nacht entsteht manchmal mehr, als beide erwartet haben. Doch jede Geschichte beginnt mit derselben Einladung: **Nimm mich, wie du willst.**
View MoreCéline
Von außen sah der Club aus wie jede andere Location im Marais. Erst hinter der Tür im hinteren Bereich wurde klar, was Clara mit einem »besonderen Abend« gemeint hatte.
Meine Freundinnen waren seit mindestens zwanzig Minuten verschwunden, verschluckt von der Dunkelheit und den Armen irgendwelcher Männer. Ich lehnte an der Bar und umklammerte ein Glas, aus dem ich seit fünf Minuten keinen Schluck mehr getrunken hatte.
»Es ist kein Massengelage«, hatte Clara mir versichert. »Die Leute hier stehen einfach offen dazu, was sie wollen.«
Leicht gesagt, wenn man wie Clara einen Mann genauso unbekümmert ansprach, wie man einen Kaffee bestellte. Ich war dreiundzwanzig und trotzdem fühlte ich mich in diesem Moment wie eine Anfängerin, die jeder sofort durchschaute.
Auf der Tanzfläche rieben sich Körper aneinander. Hände blieben an Hüften, Nacken und Mündern liegen. Der Bass hämmerte in meinen Schläfen. Mein schwarzes Kleid war kurz genug, damit ich mich mutig fühlte, und lang genug, um nicht auszusehen, als würde ich um Aufmerksamkeit betteln. Trotzdem kam ich mir an diesem Tresen unsichtbar vor.
»Hast du dich verlaufen, Süße?«
Die Stimme kam von links. Der Mann war um die dreißig, sein Grinsen eine Spur zu breit. Eine Hand hatte er bereits neben meiner auf die Bar gelegt. Zwischen seinen Fingern und meinem Handgelenk passte kaum ein Zentimeter.
»Nein. Alles gut. Ich warte auf meine Freundinnen.«
»Die kommen nicht zurück, um dich zu suchen. Wer hier allein herumsteht, ist verfügbar.«
Seine andere Hand schloss sich um meinen Ellbogen. Nicht grob, aber mit einer Selbstverständlichkeit, die mich erstarren ließ. Ich wollte etwas sagen, doch meine Stimme blieb mir im Hals stecken. Um uns herum sah niemand her. Niemand schien etwas zu bemerken.
»Lass sie los.«
Die Stimme war ruhig. Kein Brüllen, keine Drohung. Nur eine Feststellung, der man besser nicht widersprach.
Der Mann neben mir drehte den Kopf. Ich blickte auf.
Zwei Meter von uns entfernt stand ein großer, breitschultriger Mann. Die Ärmel seines weißen Hemdes waren bis zu den Ellbogen hochgekrempelt, das braune Haar wirkte absichtlich oder unabsichtlich zerzaust. Er sah nicht mich an, sondern den Kerl, der mich festhielt.
»Ich wollte ihr bloß einen Drink ausgeben«, knurrte der.
»Sie hat Nein gesagt.«
Ein kurzer Moment verging. Der Typ musterte den gut eins fünfundachtzig großen Mann vor sich, hob schließlich theatralisch beide Hände und trat zurück.
»Schon gut, Großer. Ich wollte nur nett sein.«
Er verschwand in der Menge. Ich blieb mit meinem Glas in der Hand zurück und versuchte, wieder gleichmäßig zu atmen.
Der große Dunkelhaarige kam näher, hielt aber Abstand. Neben mir bestellte er beim Barkeeper ein Bier.
»Alles in Ordnung?« Seine Stimme klang jetzt weicher.
»Ja. Danke.«
»Dafür musst du dich nicht bedanken. Solche Typen verlassen sich darauf, dass niemand eingreift.«
Er trank einen Schluck. Sein Blick lag nie lange genug auf mir, um unangenehm zu werden. Als wollte er mir zeigen, dass ich vor ihm nicht zurückweichen musste.
»Bist du zum ersten Mal hier?«
Ich nippte an meinem Cocktail, um Zeit zu gewinnen. »Merkt man das so sehr?«
Er lachte, ehrlich und ohne Spott. »Ein bisschen. Ist doch nicht schlimm. Jeder ist irgendwann zum ersten Mal hier.«
Er stellte die leere Flasche auf den Tresen und hielt mir die Hand hin. »Komm, wir tanzen.«
Es war keine wirkliche Frage, aber auch kein Befehl. Seine offene Hand wartete einfach zwischen uns.
»Ich kann nicht besonders gut tanzen.«
»Ich auch nicht. Dann blamieren wir uns eben gemeinsam.«
Ich legte meine Hand in seine.
Die Tanzfläche war voll. Körper drängten sich dicht aneinander, rotes und blaues Licht zuckte durch den Raum, der Bass vibrierte in meinem Brustkorb. Er führte mich durch die Menge, ohne meine Hand loszulassen. Erst in der Mitte blieb er stehen und drehte sich zu mir.
Eine Hand legte er auf meine Hüfte. Warm und fest spürte ich sie durch den dünnen Stoff meines Kleides. Die andere hob er leicht an und wartete.
»Ich beiße nicht«, sagte er laut genug, dass ich ihn trotz der Musik verstand.
Ich legte beide Hände auf seine Schultern. Unter dem Hemd war seine Haut warm. Er roch nach Seife und etwas Eigenem, Herbem, das ich sofort noch einmal einatmen wollte.
Zuerst bewegten wir uns unbeholfen. Nach ein paar Takten fanden unsere Körper denselben Rhythmus. Mit jedem Bassschlag griffen seine Finger ein wenig fester um meine Hüfte. Bestimmend, aber nicht fordernd.
Ich sah zu ihm auf. Selbst mit meinen Absätzen war er fast einen Kopf größer. Im wechselnden Licht erkannte ich seine markante Kieferlinie, den geraden Nasenrücken und den Schwung seines Mundes.
Als er bemerkte, wie ich ihn musterte, grinste er. »Was ist?«
»Hast du später schon etwas vor?«
»Ist das eine Einladung?«
Er lachte leise. Seine Hand glitt von meiner Hüfte in meinen unteren Rücken und zog mich näher. Nur so weit, dass meine Brüste sein Hemd streiften. Sein Atem traf heiß auf mein Ohr. Meine Wangen brannten, doch im roten Licht konnte er es vermutlich nicht sehen. Vielleicht spürte er es aber daran, wie sich mein Körper unter seinen Händen anspannte.
Als ein Lied endete und seine Lippen meine Schläfe streiften, beugte er sich zu mir.
»Gehen wir irgendwohin, wo wir allein sind?«
Mein Herz schlug hart gegen meine Rippen. Ich nickte einmal. Seine Finger schlossen sich fester um meine Hand.
CécileDie leere Wohnung roch nach Staub. Abendlicht fiel in langen orangefarbenen Streifen durch die gardinenlosen Fenster.Er war mit einem Laster, zwei Spanngurten und ohne Fragen gekommen.»Das hier?« Er zeigte auf das alte braune Ledersofa, das ich acht Jahre zuvor mit seinem Bruder gekauft hatte.»Ja.«Allein trug er es hinaus. Ich stand mit verschränkten Armen in der Tür und beobachtete die Muskeln unter seinem Hemd. Er verlor kein Wort über die Schlepperei. Sofa verladen, Gurte festziehen, fertig.Ein Freund brachte den Laster zurück. Er selbst blieb in meinem leeren Wohnzimmer stehen und betrachtete die hellen Rechtecke, die die Möbel auf dem Parkett hinterlassen hatten.»Seltsam.«»Was?«»Den Raum leer zu sehen. Beim ersten Mal standen überall Kartons. Du warst an genau diesem Fenster, mit Champagner in der Hand.«»Daran erinnerst du dich?«Er sah weiter zum Fenster. »An alles.«Mit vierunddreißig war ich nach acht Ehejahren wieder allein. Er war dreißig, längst kein Junge m
PaulineFlorians Hände schoben sich unter mein Kleid, packten meinen Hintern und hoben mich an. Ich schlang die Beine um seine Taille. Durch die Hose presste sich sein steifer Schwanz gegen meine überempfindliche Muschi.»Du ahnst nicht, wie schwer es war, dich all die Jahre nicht vor deinen Eltern anzufallen. Höflich zu lächeln, wenn du als erwachsene Frau im Sommerkleid vorbeigelaufen bist, während ich nur eines wollte ...«Ein Beckenstoß ließ mich stöhnen.»Dich über den Esstisch zu beugen und zu zerficken.«»Dann tu es.«Er zog meinen Kopf am Haar zurück und biss in Kiefer, Hals und die pulsierende Stelle unter dem Ohr.»Das werde ich. Aber nicht in diesem Scheißaufzug. Ich will Zeit. Nackt auf deinem Sofa, gegen die Duschfliesen, auf allen vieren in deinem Bett. Bevor die Nacht vorbei ist, ficke ich dich in jedem Zimmer.«Die Türen gingen auf. Davor stand ein grauhaariger Mann mit Aktentasche.Florian wich nicht von mir. Meine Beine lagen um seine Taille, das Kleid bis zu den Hüft
PaulineIch trank gerade den letzten Schluck, als meine Mutter in ihrem scheinbar selbstverständlichen Ton verkündete: »Florian fährt dich nach Hause. Es liegt auf seinem Weg.«Keine Frage, keine Meinung. Als wäre ich nicht dreißig, sondern zwölf.Florian stand auf und öffnete sein Jackett. »Natürlich.«Ohne ihn anzusehen, nahm ich meine Tasche. »Perfekt. Ich wollte ohnehin gehen.«Draußen war die Aprilluft kühl und roch nach nassem Asphalt. Ich war dreißig, unabhängig und trotzdem saß ich Sekunden später auf dem Beifahrersitz, weil meine Mutter es so beschlossen hatte. Er öffnete die Tür seines erwartbar sauberen deutschen Wagens für mich. Der vollkommene Gentleman.Auf der Ringstraße griff ich an. »Du könntest mit diesem Lächeln einen Atomkrieg verkünden und die Leute würden sich bedanken.«Ruhig schaltete er. »Schön, dass du deinen legendären Charme behalten hast.«»Und du deinen Anzug. Wörtlich und im übertragenen Sinn. Immer der perfekte Sohn.«»Und du immer auf Streit aus.«Sein
CamilleDiesmal gab es kein vorsichtiges Antasten mehr. Er fickte mich hart und schnell. Jeder Stoß drückte mich tiefer in die Matratze, meine Finger zerknüllten das Laken und die Brüste schwangen unter mir. Seine Hände gruben sich in meine Hüften, zu jedem Ruck stöhnte oder knurrte er.»Du hast mir den ganzen Abend einen verdammten Ständer gemacht.«Seine Eier klatschten gegen meine Muschi. Er wickelte mein Haar um die Hand und zog meinen Kopf zurück.»Heute Nacht gehörst du mir, Camille.«»Ja.«»Dein Mund gehört mir.«»Ja.«»Dein Arsch gehört mir.«»Ja.«Er beugte sich über meinen Rücken und legte den Mund an mein Ohr. »Dann schrei für mich.«Mit einem letzten tiefen Stoß kam er. Heißes Sperma schoss in kräftigen Stößen tief in meine Muschi. Langsam fickte er weiter, bis sein Schwanz jeden Tropfen abgegeben hatte.Danach brach er auf mir zusammen, sein Gewicht presste mich ins Bett.»Scheiße.«»Was?«»So heftig bin ich seit Ewigkeiten nicht mehr gekommen.«»Dann geh von mir runter.«





