ANMELDENKapitel 124 â Das Ende der Schuldigen (Damon)âWir haben sie, Damon!â Timos Stimme am Telefon war das letzte PuzzlestĂŒck. Dr. Birla, die Frau, die Ariana wie eine Ware behandelt hatte, war am Ende ihres Weges. Ich sah durch die Handykamera, wie sie um Gnade flehte â dieselbe Gnade, die sie Ariana verweigert hatte. Ein sauberer Schuss setzte den Schlusspunkt. Ich spĂŒrte keinen Triumph, nur eine tiefe, kĂŒhle Erleichterung.Tyler und ich sprachen ĂŒber das unbekannte MĂ€dchen, das an Arianas Stelle sterben musste. Ein âKollateralschadenâ fĂŒr Neil, eine Tragödie fĂŒr uns. New York war nun eine Festung, die Sicherheitsvorkehrungen vervierfacht. Doch die wichtigste Festung war die, die Ariana in ihrem Herzen wieder aufbaute. Als ich an jenem Nachmittag nach Hause kam und sie in diesem glitzernden Kleid in der KĂŒche sah, wusste ich: Die Jagd war vorbei. Jetzt begann das Leben.Kapitel 125 â Die RĂŒckkehr der Sinne (Ariana)Ich hatte Angst, doch das Verlangen nach Damon war stĂ€rker. In der Dunkel
Kapitel 121 â Das Zerbrechen der Stille (Damon & Ariana)Die RĂŒckkehr in den Alltag war eine Illusion. Damon hatte Hope alles gekauft, was sie brauchte, doch fĂŒr uns gab es kein einfaches Rezept zur Heilung. Als ich ihn bat, beim Duschen die TĂŒr nicht abzuschlieĂen, war es ein EingestĂ€ndnis meiner tief sitzenden Angst. Ich fĂŒrchtete nicht nur die Erinnerung, sondern auch den Blick meines Mannes. WĂŒrde er mich noch immer mit Begehren ansehen oder nur noch als âbeschĂ€digte Wareâ?Damon spĂŒrte meine Distanz, die dicke Kleidung, die ich wie einen Panzer trug, und das Schweigen, das wie eine Mauer zwischen uns stand. Er riss das Pflaster schlieĂlich ab. âWir mĂŒssen redenâ, sagte er und nahm mir das Buch aus den HĂ€nden. Er gab mir das Versprechen, auf das ich nicht zu hoffen gewagt hatte: Dass er in mir nicht den Abschaum sah, der mir Gewalt angetan hatte, sondern die Frau, die er liebte. âDu gehörst noch immer mirâ, sagte er, und in diesem Besitzanspruch lag kein Zwang, sondern die heilend
Kapitel 115 â Das Erwachen im Licht (Ariana & Damon)Das WeiĂ des Zimmers war kein klinisches Sterben, sondern das Versprechen eines neuen Morgens. Ich erwachte in meinem eigenen Bett, umgeben von der Vertrautheit, die Neil mir monatelang vorenthalten hatte. Damon saĂ an meiner Seite, seine Hand ein warmer Anker in der RealitĂ€t. Zwanzig Stunden hatte ich geschlafen â ein tiefer, traumloser Abgrund, den mein Körper brauchte, um die Gifte des Bunkers auszuspĂŒlen.Damon gestand mir seine Sorge und seinen Zorn darĂŒber, dass ich ihn verlassen hatte, doch in seinen Augen las ich nur unendliche Erleichterung. Ich bereute nichts. Jedes Opfer, jede Sekunde in Neils Gewalt war der Preis fĂŒr das Leben, das nun in greifbare NĂ€he rĂŒckte. Wir waren keine TrĂŒmmer eines Krieges; wir waren die Ăberlebenden, die nun begannen, die Steine wieder aufeinanderzusetzen.Kapitel 116 â Hope Precious Carta (Ariana)Dann brachte er sie mir. Nach sechs Monaten der Trennung, nach einer Ewigkeit aus Schmerz und Seh
Kapitel 109 â Die Waffen einer Frau (Ariana)Das Gurgeln auf dem Bett war verstummt. Neil war Geschichte, doch drauĂen tobte die Hölle. Schwere Stiefel hĂ€mmerten gegen die TĂŒr, Stimmen brĂŒllten Befehle. Ich durfte nicht stehen bleiben. Mit zitternden HĂ€nden, die vom Blut meines Peinigers glitschig waren, durchsuchte ich seine Sachen. In seiner Jackentasche fand ich eine Glock 17 und zwei Ersatzmagazine.Ich hockte mich hinter den massiven Eichenschrank, das Atmen fiel mir schwer, jeder Muskel in meinem Körper schrie vor Schmerz. Als das Schloss der TĂŒr unter dem Druck einer Ramme barst, feuerte ich. Der erste Mann stĂŒrzte nach hinten, getroffen in die Brust. Der zweite erwiderte das Feuer, Kugeln zerfetzten das Holz ĂŒber meinem Kopf. âKommt nur!â, schrie ich, und meine Stimme klang nicht mehr nach dem MĂ€dchen, das sie entfĂŒhrt hatten. Es war die Stimme einer Mutter, die nach Hause zu ihrem Kind wollte.Kapitel 110 â Der Pfad der VerwĂŒstung (Damon)Ich sah rot. Wortwörtlich. Jede Wache
Kapitel 100 â Die Fahrt in den Abgrund (Ariana)Neil schubste mich auf den RĂŒcksitz, die getönten Scheiben trennten mich endgĂŒltig von der Welt der Cartas. Ich starrte auf die Trennwand zum Fahrer und stellte mir vor, wie ich Neil in den Hals beiĂe, wie wir gemeinsam in einen tödlichen Unfall rasen â ein Ende, das fast schon verlockend klang. Seine hellblauen Augen funkelten mich an, unschuldig fĂŒr einen Herzschlag, bevor sich das pure Böse darin offenbarte.Er nannte mich eine Herausforderung, einen wilden Hengst, den er zĂ€hmen wollte. Als seine Hand ĂŒber meinen Oberschenkel glitt, zuckte ich vor Ekel zurĂŒck, doch er lachte nur. Die Drohung, mich seinem Bruder zu teilen, lieĂ mein Blut gefrieren. Alice war nur der Anfang gewesen. Neil wollte mich nicht nur besitzen; er wollte mich brechen, Schicht fĂŒr Schicht. âWenn wir ankommen, werde ich dich so hart ficken, dass du eine Woche nicht sitzen kannstâ, versprach er mit einer BeilĂ€ufigkeit, die mich erschaudern lieĂ. Ich gab ihm die ein
Kapitel 97 â Der Schattenwall (Damon)Die Gasse war ein Schlund aus Finsternis, nur mĂŒhsam erhellt von einer einsamen Laterne. In mir herrschte jene unheimliche Stille, die mich immer ĂŒberkommt, wenn es um Leben und Tod geht. Tyler neben mir war nervös, doch ich funktionierte wie eine Maschine. Ariana stand zwischen uns, eine Löwin vor dem Sprung, und gab uns ihren letzten Befehl: âFindet Dr. Birla und tötet sie. Sie hat mir mein Baby weggenommen.â Die Offenbarung traf mich wie ein Schlag. Die Ărztin, die mich mit Informationen gefĂŒttert hatte, war das wahre Monster im weiĂen Kittel.Dann zerrissen die Scheinwerfer der SUVs die Nacht. Soldaten mit Sturmgewehren sicherten das GelĂ€nde, als wĂ€re es ein Kriegsgebiet. Und dann sah ich sie: Jasmin Milten. Ihr Anblick war eine Anklage an die Menschheit. ĂbersĂ€t mit HĂ€matomen, die Muskeln verkĂŒmmert, das Gesicht gezeichnet von monatelanger Folter. In ihren zitternden Armen hielt sie ein kleines BĂŒndel. Neil stieg hinter ihr aus, ein grinsende







