INICIAR SESIÓNAls Oliwias Großmutter stirbt, bleibt ihr nicht nur eine geheimnisvolle Kette – sondern ein uraltes Erbe, das sie nach Oxford führt. Dort beginnt für sie nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern ein Kampf gegen dunkle Mächte in sich selbst. Denn was niemand weiß: In ihr schlummert ein verfluchtes Wesen – eine Scúribus – das droht, auszubrechen, sobald Leidenschaft erwacht. Und Aiden ist die Verkörperung von Alte Blutlinien. Jäger. Versuchung. Verboten. Mächtig. Und der Einzige, der die Welt retten oder sie zerstören kann. Doch was, wenn Liebe die größte Gefahr von allen ist?
Ver más„LOS wir kommen sonst zu spät Kurwa“!
Ich hörte meine Mutter neben an schreien und murmeln. „Kurwa ta dziewczyna zabiera mnie do grobu“ („Verdammt, dieses Mädchen bringt mich ins Grab.“) Ich mochte meine Großmutter nicht.Ich weis wie herzlos das klingt aber ich hätte mehr erwartet. Vielleicht lag es daran, dass sie mich nie wirklich ansah, wenn wir uns trafen, oder daran, dass ihre Augen immer so wirkten, als würde sie in mir nach etwas suchen – und es nicht finden. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie mich nie so behandelt hatte, wie eine Großmutter ihr Enkelin behandeln sollte. Keine warmen Umarmungen, keine liebevollen Worte. Nur dieses strenge, prüfende Schweigen. Doch trotzdem stand ich jetzt hier, in meinem kleinen Zimmer in einer winzigen Wohnung in Polen, und zog mich für ihre Beerdigung an. Ich war nur noch für ein paar Tage hier. In 2 Tage würde ich in die Vereinigten Königreich fliegen. Mein Visum lag sorgfältig zwischen den Seiten eines Buches auf meinem Schreibtisch. Ein Ticket in eine bessere Zukunft. Ein Ticket raus aus diesem Leben. Ich hatte hart dafür gekämpft, auf die Uni zu gehen. Während andere ihre Freizeit genossen, hatte ich gelernt. Während sie Partys feierten, hatte ich bis spät in die Nacht Essays geschrieben, mit Kopfhörern in den Ohren, um die Schreie meines Vaters und das Weinen meiner Mutter nicht hören zu müssen. Ich hatte gearbeitet, geschuftet, mich selbst durch die Schule gebracht – weil ich wusste, dass mir hier nichts gehörte, außer dem Wunsch, wegzukommen. Und jetzt, kurz bevor es so weit war, musste ich ausgerechnet an der Beerdigung einer Frau teilnehmen, die mir nie das Gefühl gegeben hatte, willkommen zu sein. Ich zog meinen schwarzen Pullover über, schlüpfte in meine Schuhe und trat ins Wohnzimmer. Meine Mutter saß in ihrem Rollstuhl am Fenster, die Kaffeetasse in der Hand. Ihr schwarzes Kleid hing lose an ihr, ihre Augen waren müde. „Bist du fertig?“, fragte sie leise. Ich nickte. Hinter der Schlafzimmertür meines Vaters war nur lautes Schnarchen zu hören. Natürlich. Er hatte sich die Nacht über betrunken, wie immer. Ich war froh, dass er nicht mitkommen würde. „Lass uns gehen“, sagte meine Mutter und ich griff nach den Autoschlüsseln. Ich fuhr sie nach draußen. Die Luft war kalt, der Himmel grau. Ich wusste nicht, ob es nur an der Beerdigung lag – oder an dem merkwürdigen Gefühl, dass dieser Tag mein Leben verändern würde. Ich öffnete den Beifahrer Sitz nach hinten und holte die Rampe raus platzierte meine Mutter in den behinderten gerechten Auto machte sie fest und stieg vorne ins Auto. Der alte Fiat roch nach kaltem Rauch und dem billigen Parfum meiner Mutter. Ich startete den Motor und fuhr los. Die Straßen waren nass vom nächtlichen Regen.. „Sie hat immer gesagt, du wärst anders“, sagte meine Mutter plötzlich, ohne den Blick von der Fensterscheibe zu nehmen. Ich wandte den Kopf zu ihr über den Rückspiegel. „Wie meinst du das?“ „Deine Großmutter. Sie sagte… du hättest zu viel vom Westen in dir. Zu viel Wille. Zu wenig Gehorsam.“ Ich wusste nicht, ob das ein Kompliment oder eine letzte Beleidigung war. „Vielleicht hatte sie recht“, murmelte ich. Ich fuhre am alten Friedhof vorbei, an der zerfallenen Steinmauer mit dem rostigen Gittertor. Die Toten lagen hier wie Geschichten, die niemand mehr erzählte. Die Kapelle war klein und aus dunklem Stein gebaut. Vor dem Eingang versammelten sich schon einige Verwandte alles Gesichter, die ich nur von vergilbten Fotos kannte oder in den Sommern, die ich lieber vergessen würde. Als ich ausstieg, traf mich ein eiskalter Windstoß. Ich zog meinen Pullover enger um mich, holte meine Mutter raus und ging auf die Kapelle zu. Drinnen roch es nach Wachs und Moder. Der Sarg war geschlossen. Dunkles Holz. Schlicht. Keine Blumen, keine Fotos. Nur ein einziger Kranz, und darauf ein Band mit der Aufschrift: „In Stille verbunden.“ meine Mutter saß vorne, neben meinem Onkel und meiner Tante. Ich selbst setzte mich ganz nach hinten. In die letzte Bank. Niemand sprach mit mir. Niemand beachtete mich. Es war, als hätte meine Großmutter selbst aus dem Grab heraus dafür gesorgt, dass ich auch in ihrem Tod nicht dazugehörte. Sie hat mich immer beschuldigt. Dass ich der Grund sei. Für alles. Für den Wahnsinn meines Vaters. Für das Leid meiner Mutter. Für das Unglück, das diese Familie zerstört hat. Ich war ein Unfall. Ein Fehler. Ein Kind, das nie gewollt war. Ich war Fünf Jahre alt, als ich mitansehen musste, wie meine Mutter aus dem vierten Stock eines Hochhauses sprang. Er hatte ihr gedroht. Wieder einmal. Sie war schwanger. Und er hatte geschrien, er würde mich töten, wenn sie das Kind meinen ungeborenen Bruder nicht abtreiben ließe. Ihr Körper zerbrach an diesem Tag nicht nur äußerlich. Etwas in ihr starb. Sie überlebte. Querschnittsgelähmt. Aber das Kind in ihr tat es nicht. Mein Bruder. Der nie atmen durfte. Und trotzdem war ich dankbar. Dass sie lebte. Dass ich sie noch hatte. Ich verstand sie. Mein Vater? Ein Bastard. Ein Monster. Ein Alkoholiker, der sie schlug, vergewaltigte, brach. Immer und immer wieder. Und ich war sein Schatten. Sein Erbe. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt hätte gehen dürfen. Ob ich sie zurücklassen sollte, in diesem Zustand, mit dieser Angst. Aber mein Onkel der Bruder meiner Mutter, nicht dieser Teufel von einem Mann versprach, auf sie aufzupassen.Solange, bis ich mein Studium abschließe. Bis ich endlich eigenes Geld verdiene. Bis ich sie retten kann. Ich hob den Kopf. Zwang mich, den Blick vom Boden zu lösen. Ich wollte nicht weinen. Nicht jetzt. Nicht hier. Und dann passierte es. Der Priester sprach gerade ein leises Gebet. Stille senkte sich über die Reihen. Und mein Blick fiel auf sie. Eine Frau. Ganz vorne. Schwarz gekleidet wie alle anderen. Und doch Etwas stimmte nicht. Sie wirkte falsch. Ihre Haltung zu aufrecht. Ihr Gesicht zu starr. Wie eine Statue inmitten von Fleisch und Blut. Als wäre sie nicht wirklich hier. Und doch ihre Augen. Sie bewegte kaum den Kopf. Aber ihre Blicke fanden mich. Direkt. Wie ein kalter Hauch in meinem Nacken. (Nach der Beerdigung) Wir saßen im Wohnzimmer meines Onkels einem alten grauen Betonklotz. Die Wände waren gelb vom Rauch vergangener Jahrzehnte, der Flur roch nach Mottenkugeln, abgestandenem Braten und dieser unausweichlichen Mischung aus Tod und Familienlügen. In der Küche flackerte das Licht. Der Wodka floss, als gäbe es etwas zu feiern oder zu verdrängen. Vielleicht beides. Fast alle waren da. Nur mein Vater fehlte wie immer, wenn es wirklich zählte. Wahrscheinlich lag er in irgendeiner Kneipe und suhlte sich in Selbstmitleid, während die Frau, die er ein Leben lang gequält hatte, begraben wurde. Sein Fehlen war das Beste, was uns an diesem Tag passieren konnte. Ich hätte ihn nicht noch einmal neben ihrer Urne ertragen. Ich stand mit verschränkten Armen in der Ecke, halb im Schatten, halb in der Verachtung, die mir von jedem Gesicht im Raum entgegenschlug. Neben mir Tante Zofia. Diese Frau war das Paradebeispiel einer lebenden Lüge: makellos geföhnte Haare, knallroter Lippenstift, Fingernägel wie Krallen und ein Herz, das wahrscheinlich schon vor Jahren zu Staub zerfallen war. „Oliwia“, säuselte sie, während sie an ihrem Glas nippte, „schön, dass du dich mal blicken lässt. Ich dachte, du wärst längst nach Oxford abgehauen. Oder hat man dir dort etwa die Grenzen deiner Fähigkeiten aufgezeigt?“ Ich erwiderte das Lächeln kühl. „Ach, Tante Zofia. Natürlich gehe ich. Morgen. Aber ich wollte euch vorher noch ein letztes Mal an meinem Glanz teilhaben lassen.“ Ein paar der Tanten kicherten nervös. Andere tuschelten. Die Blicke sprachen Bände: Was bildet die sich ein? Die Tochter von der? Die mit der kaputten Mutter? Ich sah es ihnen allen an. Jeder Einzelne hasste mich. Weil ich der Spiegel war für all das, worüber sie seit Jahren schwiegen. Dann. Ein brutales Klopfen. Dreimal. Laut. Schwer. Die Gespräche verstummten schlagartig. Mein Onkel erhob sich, sein Gesicht gezeichnet vom Leben und der Scham dieser Familie. „Wer zum Teufel…?“, murmelte er, während er zur Tür ging und sie öffnete. Ein Mann trat ein. Groß. Schlank. Eleganz in der Haltung, Unbarmherzigkeit im Blick. Ein maßgeschneiderter Anzug spannte sich über seinen Körper, als wäre er aus Schatten geschneidert worden. Ein schwarzer Aktenkoffer in der einen Hand. Die andere – leer. Sein Gesicht war aus Stein. Seine Stimme leise, aber sie schnitt durch den Raum wie ein Skalpell. „Guten Abend.“ Niemand antwortete. Niemand bewegte sich. Stille. Alle starrten ihn an, als wäre er ein Geist(Aiden) 30 Minuten zuvor Die Flammen in der Mitte des Ratszimmers zischten plötzlich auf, als hätte die Luft selbst begriffen, was bevorstand. „Los, Jungs!“, donnerte mein vater, seine Augen leuchteten wie geschmolzene Lava. „Sucht nach Oliwia! Sofort! Wir rufen den Magier!“ Ich stand wie elektrisiert auf. Mein Herz schlug unregelmäßig, als hätte es längst verstanden, was mein Kopf noch nicht begriff. Doch dann geschah es. Mein Vater,Aeron, Umbra und Gairon – alle vier Götter – blieben stehen. Erstarrt. Ihre Gesichter entgleisten synchron, als wären sie in etwas Unsichtbares eingetaucht. „Was ist?“, fragte ich. „Vater, was IST los?!“ Umbra krümmte sich leicht nach vorn, als würde ihn ein unsichtbarer Schlag in die Brust treffen. Gairons Hände ballten sich so fest, dass seine Nägel Blut zogen. Mein vater drehte sich langsam zu uns um. In seinen Pupillen brannte jetzt reine Panik. „Verdammt …“, flüsterte er. „Sie haben begonnen.“ „Was?“, fragte Viktor heiser. Me
(Oliwia) Ich saß auf Silvers Schoß, sein warmer Atem in meinem Nacken, seine Lippen spielten gierig an meinem Hals, während sich unsere Münder immer wieder trafen, heiß, verlangend. Der Club war laut, voll, schwitzend – aber alles, was ich spürte, war er. Silvers Freund Malaky redete mit Piper, sie lachte. Ihre Augen waren glasig, leicht getrunken. Ich löste mich aus Silvers Griff, schaute Piper an. „Hey Süße … alles gut?“ Sie grinste mich an, verschmitzt, mit einer kindlich weichen Stimme. „Malaky ist sooo süß“, hauchte sie. Ich runzelte leicht die Stirn. Ihr Blick war verträumt. Sie war eindeutig nicht mehr ganz bei sich. Dann klatschte Malaky in die Hände. „Silver! Lass uns die Party verlegen. Aftershow-Party bei mir!“ Silver grinste – fast zu selbstsicher. „Klar, Bro.“ Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ich wusste nicht, wieso. Vielleicht war es das Flackern in seinen Augen. Vielleicht … das Knistern in der Luft. Silver drehte sich zu mir. „Alles okay, Baby?“ I
(Oliwia)Es war inzwischen Abend.Die Sonne färbte den Himmel blutrot,als wäre sie selbst Zeugin von dem,was ich heute Nacht vorhatte.Ich stand vor dem Spiegel,zog meinen mittigen schwarzen Rock hoch,fixierte den Bund auf meiner Hüfte.Mein Leder-Top lag eng an,betonte meine Taille,meine Brust,jede gefährliche Kurve.Die High Heels klickten leise,während ich einen Schritt zurücktrat,mein Spiegelbild musterte.Piper saß auf ihrem Bett,ihr Blick unsicher,nervös –so, wie früher meiner war.Ich lächelte leicht.Verführerisch.Berechnend.„Piper…“, sagte ich leise,während ich langsam meine Finger unter meinen Rock schob –und mein Höschen nach unten zog.Es glitt meine Beine entlang,bis es auf den Boden fiel.Ich hob es auf,warf es beiläufig auf mein Kissen.Frei. Nackt. Bereit.„Du kannst dich immer noch umentscheiden, Girl.“Ich drehte mich zu ihr.Mein Blick?Lodernd. Herausfordernd.„Es wird heute Nacht… interessant.“Piper schluckte.„Ich… ich weiß nicht.Silver ist…
(Oliwia)Ich saß auf meinem Bett,meine Haare noch zerzaust,die Lippen geschwollen.Ich grinste, während ich mit Natalie telefonierte.Gott, wie ich ihre Stimme vermisst hatte.„Ja, Girl…er hat so einen geilen Schwanz…“Ich leckte mir über die Lippe.„Ich könnte STUNDENLANG auf ihm reiten,ohne Pause, ohne Rücksicht.Wie ein verdammter Dämon auf Droge.“Natalie lachte am anderen Ende.„Du bist krank, Oliwia – aber ich LIEBE es!Schick mir später ein Foto, ja? Ich will wissen, wie heiß dieser Silver wirklich ist!“Ich wollte gerade antworten,als plötzlich die Tür aufgerissen wurde –Piper stürmte rein.„OLIWIA!! Wo. Zum. Teufel. Warst. Du?!“Ich zuckte kaum.Schmiss mein Handy aufs Bett.„Hey Babe.“Ich zwinkerte ihr zu.„Ich hab gesehen, wo ihr wart!Verdammt, ihr wart in der alten BURG?!In der Burg?!Du bist verrückt, weißt du das?!Du kannst da nicht einfach—“Ich stand langsam auf,ging auf sie zu – barfuß,nur mit dem weißen Shirt von Silver bekleidet.„Piper…“, sagte ich leis
(Oliwia)Ein Zittern. Ein Pochen im Kopf. Der dumpfe Nachhall von Musik, Stimmen, Schwärze.Dann Licht. Gedämpft. Warm. Verflucht warm.Ich öffnete die Augen. Langsam. Wie durch Honig. Ein Bett. Mein Bett.Ich lag auf dem Rücken – halb. Oder… nein.Nicht ganz.Meine Hand … lag auf etwas. Etwas fest
(Aiden) Ich lehnte mich mit verschränkten Armen an die Wand und musterte die Jungs. Sie sahen aus wie die reinsten studenten-Ficker – Viktor im tief aufgeknöpften Hemd, Elijah trug sein Grinsen wie ‘nen Schwanz auf der Stirn, und Kyle hatte die Sonnenbrille noch drinnen auf. Warum auch nicht? Wir
Flughafen Rzeszów – 06:41 Uhr Ich stand da. Mit meiner Handtasche, meinen Augenringen und meinem verkorksten Leben. Der Koffer war schon weg – hoffentlich kam der wenigstens heil an, auch wenn’s mein Gehirn heute nicht tat. Neben mir: Natalie, die nach Vodka roch. Angelika, die versuchte, nich
„Ich bin der Notar von Helena Kowalska.“Er ließ den Namen langsam fallen, als wäre er eine kalte Kette aus Metall.Ein Raunen ging durch den Raum. „Sie hat verfügt… dass ihr Testament erst gesprochen werden darf, wenn sie unter der Erde liegt.“Einige rutschten nervös auf den Stühlen. Andere taus





