Die Berge schienen endlos. Tagelang zogen sie weiter nach Osten, immer höher und tiefer zugleich in die Wildnis. Der Schnee wurde dünner, je weiter sie kamen, und machte Platz für raue, steinige Pfade und dichte, dunkle Wälder. Marcus ging voraus, das Schwert griffbereit, den schweren Beutel auf dem Rücken. Livia folgte ihm, Valeria oft auf ihrem Arm oder an der Hand, wenn das Gelände es zuließ. Valeria Aurelia Luna war tapfer. Sie jammerte selten, auch wenn ihre kleinen Füße schmerzten oder sie müde war. Stattdessen erzählte sie sich selbst leise Geschichten oder sang Lieder, die sie selbst erfand. „Der Weg ist lang, aber Mama und Papa sind stark… und ich hab mein Licht dabei…“, murmelte sie vor sich hin, während sie ihre kleine purpurne Lichtkugel in den Händen hielt. Marcus drehte sich immer wieder um und lächelte sie an. „Du bist die tapferste Prinzessin der Welt.“ Eines Abends, als sie eine geschützte Senke unter alten Kiefern gefunden hatten, entzündete Marcus ein kleines F
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