Die Sonne, die über den Horizont kroch, war keine berechnete Lichtquelle. Sie war ein unbändiger, glühender Riese, dessen Strahlung Kaelen zum ersten Mal in seinem Leben eine echte, physische Wärme auf der Haut schenkte. Er rückte von den Farnen ab, die ihn beim Landen aufgefangen hatten, und spürte, wie der Boden unter ihm nachgab – echte, feuchte Erde, keine Textur, kein digitales Feedback. Vara setzte sich ebenfalls auf. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, die nun nicht mehr aus synthetischen Fasern bestanden, sondern aus organischem Haar, das den Wind und die Feuchtigkeit der Umgebung annahm. Ihre Augen, die noch vor Minuten in einem unnatürlichen Blau geleuchtet hatten, waren nun von einem klaren, lebendigen Haselnussbraun. „Hörst du das?“, fragte sie. Kaelen lauschte. Es war nicht die Stille des Archivs, keine Abwesenheit von Daten. Es war eine Symphonie aus Geräuschen: Das ferne Rauschen eines Wasserfalls, das Rufen von Vögeln – echte Vögel, deren Kehlen nicht von ein
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