LOGIN(Aiden) 30 Minuten zuvor Die Flammen in der Mitte des Ratszimmers zischten plötzlich auf, als hätte die Luft selbst begriffen, was bevorstand. „Los, Jungs!“, donnerte mein vater, seine Augen leuchteten wie geschmolzene Lava. „Sucht nach Oliwia! Sofort! Wir rufen den Magier!“ Ich stand wie elektrisiert auf. Mein Herz schlug unregelmäßig, als hätte es längst verstanden, was mein Kopf noch nicht begriff. Doch dann geschah es. Mein Vater,Aeron, Umbra und Gairon – alle vier Götter – blieben stehen. Erstarrt. Ihre Gesichter entgleisten synchron, als wären sie in etwas Unsichtbares eingetaucht. „Was ist?“, fragte ich. „Vater, was IST los?!“ Umbra krümmte sich leicht nach vorn, als würde ihn ein unsichtbarer Schlag in die Brust treffen. Gairons Hände ballten sich so fest, dass seine Nägel Blut zogen. Mein vater drehte sich langsam zu uns um. In seinen Pupillen brannte jetzt reine Panik. „Verdammt …“, flüsterte er. „Sie haben begonnen.“ „Was?“, fragte Viktor heiser. Me
(Oliwia) Ich saß auf Silvers Schoß, sein warmer Atem in meinem Nacken, seine Lippen spielten gierig an meinem Hals, während sich unsere Münder immer wieder trafen, heiß, verlangend. Der Club war laut, voll, schwitzend – aber alles, was ich spürte, war er. Silvers Freund Malaky redete mit Piper, sie lachte. Ihre Augen waren glasig, leicht getrunken. Ich löste mich aus Silvers Griff, schaute Piper an. „Hey Süße … alles gut?“ Sie grinste mich an, verschmitzt, mit einer kindlich weichen Stimme. „Malaky ist sooo süß“, hauchte sie. Ich runzelte leicht die Stirn. Ihr Blick war verträumt. Sie war eindeutig nicht mehr ganz bei sich. Dann klatschte Malaky in die Hände. „Silver! Lass uns die Party verlegen. Aftershow-Party bei mir!“ Silver grinste – fast zu selbstsicher. „Klar, Bro.“ Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ich wusste nicht, wieso. Vielleicht war es das Flackern in seinen Augen. Vielleicht … das Knistern in der Luft. Silver drehte sich zu mir. „Alles okay, Baby?“ I
(Oliwia)Es war inzwischen Abend.Die Sonne färbte den Himmel blutrot,als wäre sie selbst Zeugin von dem,was ich heute Nacht vorhatte.Ich stand vor dem Spiegel,zog meinen mittigen schwarzen Rock hoch,fixierte den Bund auf meiner Hüfte.Mein Leder-Top lag eng an,betonte meine Taille,meine Brust,jede gefährliche Kurve.Die High Heels klickten leise,während ich einen Schritt zurücktrat,mein Spiegelbild musterte.Piper saß auf ihrem Bett,ihr Blick unsicher,nervös –so, wie früher meiner war.Ich lächelte leicht.Verführerisch.Berechnend.„Piper…“, sagte ich leise,während ich langsam meine Finger unter meinen Rock schob –und mein Höschen nach unten zog.Es glitt meine Beine entlang,bis es auf den Boden fiel.Ich hob es auf,warf es beiläufig auf mein Kissen.Frei. Nackt. Bereit.„Du kannst dich immer noch umentscheiden, Girl.“Ich drehte mich zu ihr.Mein Blick?Lodernd. Herausfordernd.„Es wird heute Nacht… interessant.“Piper schluckte.„Ich… ich weiß nicht.Silver ist…
(Oliwia)Ich saß auf meinem Bett,meine Haare noch zerzaust,die Lippen geschwollen.Ich grinste, während ich mit Natalie telefonierte.Gott, wie ich ihre Stimme vermisst hatte.„Ja, Girl…er hat so einen geilen Schwanz…“Ich leckte mir über die Lippe.„Ich könnte STUNDENLANG auf ihm reiten,ohne Pause, ohne Rücksicht.Wie ein verdammter Dämon auf Droge.“Natalie lachte am anderen Ende.„Du bist krank, Oliwia – aber ich LIEBE es!Schick mir später ein Foto, ja? Ich will wissen, wie heiß dieser Silver wirklich ist!“Ich wollte gerade antworten,als plötzlich die Tür aufgerissen wurde –Piper stürmte rein.„OLIWIA!! Wo. Zum. Teufel. Warst. Du?!“Ich zuckte kaum.Schmiss mein Handy aufs Bett.„Hey Babe.“Ich zwinkerte ihr zu.„Ich hab gesehen, wo ihr wart!Verdammt, ihr wart in der alten BURG?!In der Burg?!Du bist verrückt, weißt du das?!Du kannst da nicht einfach—“Ich stand langsam auf,ging auf sie zu – barfuß,nur mit dem weißen Shirt von Silver bekleidet.„Piper…“, sagte ich leis
(Oliwia)„Erinnere dich, Oliwia… los!“Seine Stimme brannte sich in mein Gehirn.Silver grinste – nicht wie ein Liebhaber.Wie ein Wahnsinniger.Wie ein Gott, der alles wusste.„Was ist die Wahrheit, hmm?Warum kommt dir alles wie ein Déjà-vu vor?Warum kennst du Menschen,die du vorher nie gesehen hast?Warum fühlt sich Aiden an…als wäre er mehr als nur ein Mann?“Ich starrte ihn an.Fassungslos.Mein Atem stockte.Meine Haut war kalt.„Alle… sie alle haben dich belogen, Baby.“Dann…biss er sich in den Arm.Sein Blut lief.Schwarz.Dicht.Schwer.Mächtig.Ich riss die Augen auf.„Silver—! Was… tust du da?!“Er griff meinen Kopf.Sein Griff war fest.Besitzergreifend.Keine Flucht.„Ich will nur,dass du dich erinnerst, meine Königin…“Er presste seine Wunde an meine Lippen.Ich wollte mich wehren.Doch das Blut –lief in meinen Mund.Heiß.Eisenhaltig.Verboten.Wie Feuer durch meine Adern.Und dann –kamen die Bilder.Schlag auf Schlag.Kein Entkommen.Wie ein Stromschlag,wie ei
(Oliwia)Wir stiegen auf.Er fuhr schnell sehr schnell.Bis…wir ankamen.Oxford Castle.Die große, normannische Burg auf der Westseite der Stadt.Ein kolossales, altes Bauwerk.Halb renoviert, halb Ruine.Von Scheinwerfern an den Ecken angeleuchtet, wirkte sie gespenstisch.Efeu wuchs über die alten Steine, schwere Holztüren waren mit rostigen Eisenbeschlägen verstärkt.Der Wind pfiff durch offene Fenster, irgendwo krächzte eine Krähe.Die Luft roch nach Moos, altem Stein und… Geschichte.Verbotene Geschichte.„Silver… was machen wir hier?“, fragte ich vorsichtig.Er grinste.„Komm. Lass dich überraschen.“Wir liefen durch das alte Eingangstor.Die Mauern zogen sich meterhoch über uns, Fenster ohne Glas gähnten wie tote Augen in der Dunkelheit.„Silver, das ist halb abgesperrt… wir kriegen Ärger, wenn—“„Wir kriegen keinen Ärger. Vertrau mir.“Seine Stimme war ruhig. Zu ruhig.Wir liefen weiter, durch einen offenen Innenhof, vorbei an verfallenen Säulen und einem alten Pranger.Die S
(Oliwia)Ein Zittern. Ein Pochen im Kopf. Der dumpfe Nachhall von Musik, Stimmen, Schwärze.Dann Licht. Gedämpft. Warm. Verflucht warm.Ich öffnete die Augen. Langsam. Wie durch Honig. Ein Bett. Mein Bett.Ich lag auf dem Rücken – halb. Oder… nein.Nicht ganz.Meine Hand … lag auf etwas. Etwas fest
(Aiden) Ich lehnte mich mit verschränkten Armen an die Wand und musterte die Jungs. Sie sahen aus wie die reinsten studenten-Ficker – Viktor im tief aufgeknöpften Hemd, Elijah trug sein Grinsen wie ‘nen Schwanz auf der Stirn, und Kyle hatte die Sonnenbrille noch drinnen auf. Warum auch nicht? Wir
Flughafen Rzeszów – 06:41 Uhr Ich stand da. Mit meiner Handtasche, meinen Augenringen und meinem verkorksten Leben. Der Koffer war schon weg – hoffentlich kam der wenigstens heil an, auch wenn’s mein Gehirn heute nicht tat. Neben mir: Natalie, die nach Vodka roch. Angelika, die versuchte, nich
„Ich bin der Notar von Helena Kowalska.“Er ließ den Namen langsam fallen, als wäre er eine kalte Kette aus Metall.Ein Raunen ging durch den Raum. „Sie hat verfügt… dass ihr Testament erst gesprochen werden darf, wenn sie unter der Erde liegt.“Einige rutschten nervös auf den Stühlen. Andere taus






