Die Tage im Rudel gingen weiter wie immer, und doch hatte Lina zunehmend das Gefühl, dass unter der vertrauten Oberfläche etwas in Bewegung geraten war. Die Entdeckung der kleinen Lichtung im südlichen Wald hatte Spuren hinterlassen, nicht nur in ihren Gedanken, sondern auch in der Art, wie sie die Menschen um sich herum wahrnahm. Seit Darok ihr bestätigt hatte, dass die Geschichte des Roggenwolfs nicht nur ihn allein betraf, achtete sie auf die kleinen Dinge. Auf die Blicke, die ausgetauscht wurden, wenn sein Name fiel. Auf die kurzen Pausen in Gesprächen. Auf die Art, wie manche Themen plötzlich wechselten, obwohl niemand ausdrücklich darum bat. Es war nicht das Schweigen von Menschen, die nichts wussten. Es war das Schweigen von Menschen, die entschieden hatten, dass bestimmte Erinnerungen besser unberührt blieben. An diesem Nachmittag saß Lina auf dem breiten Ast einer alten Buche, die am Rand der Lichtung stand und einen guten Blick auf das geschäftige Treiben darunter bot. Da
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