Die Nacht war inzwischen so still geworden, dass Lina glaubte, sogar das langsame Schlagen ihres eigenen Herzens hören zu können. Über ihnen standen die Sterne unverändert am Himmel, und doch hatte sie das Gefühl, dass die Welt um sie herum mit jeder Erinnerung, die Darok aussprach, ein wenig schwerer wurde. Das Bild des Roggenwolfs, das sie früher in ihren Träumen verfolgt hatte, war längst nicht mehr das eines unbekannten Schattens. Sie sah inzwischen Aron. Nicht nur den jungen Mann, der Elara geliebt hatte oder den gebrochenen Wolf, der nach ihrem Tod zwei Jahre lang verschwunden war. Sie sah den Freund, von dem Darok sprach. Den Mann, den Joran in den goldenen Augen wiedererkannt hatte. Und genau deshalb fiel es ihr immer schwerer, sich vorzustellen, wie die Geschichte weitergehen konnte.Sie dachte an seine letzten Worte. An die Lichtung. An die untergehende Sonne. An die Gruppe von Wölfen, die zwischen Angst, Zweifel und Hoffnung dort gestanden hatte. Und an Aron, der ihnen einf
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