Für einen Wimpernschlag schien die Zeit stillzustehen. Dann legte Seraphina ihre flache Hand auf das flüssige, schwarze Glas.Es gab keinen Knall, keine Druckwelle. Es war, als würde man einen Stein in einen bodenlosen Brunnen werfen, nur dass kein Echo zurückkam. Die absolute, markerschütternde Kälte der Leere schoss in derselben Millisekunde durch Seraphinas Arm.Das schwarze Glas kroch wie eine lebendige, parasitäre Ranke über ihre Haut, fraß sich durch den Ärmel ihres Anzugs und kletterte unaufhaltsam in Richtung ihres Herzens. Ihr Kopf wurde gewaltsam in den Nacken gerissen. Ein stummer Schrei entwich ihren Lippen, als ihre Augen – jenes machtvolle, leuchtende Violett – plötzlich erloschen und von purer, tintenartiger Finsternis überspült wurden.„Seraphina!“, brüllte Kael.Er machte einen Satz nach vorne.„Kael, nein!“, rief Finn entsetzt und streckte die Hand aus. „Wenn du in den Download-Strom gerätst, zerreißt das System deinen menschlichen Verstand in Nanosekunden!“Kael ign
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