ANMELDENCécileDie leere Wohnung roch nach Staub. Abendlicht fiel in langen orangefarbenen Streifen durch die gardinenlosen Fenster.Er war mit einem Laster, zwei Spanngurten und ohne Fragen gekommen.»Das hier?« Er zeigte auf das alte braune Ledersofa, das ich acht Jahre zuvor mit seinem Bruder gekauft hatte.»Ja.«Allein trug er es hinaus. Ich stand mit verschränkten Armen in der Tür und beobachtete die Muskeln unter seinem Hemd. Er verlor kein Wort über die Schlepperei. Sofa verladen, Gurte festziehen, fertig.Ein Freund brachte den Laster zurück. Er selbst blieb in meinem leeren Wohnzimmer stehen und betrachtete die hellen Rechtecke, die die Möbel auf dem Parkett hinterlassen hatten.»Seltsam.«»Was?«»Den Raum leer zu sehen. Beim ersten Mal standen überall Kartons. Du warst an genau diesem Fenster, mit Champagner in der Hand.«»Daran erinnerst du dich?«Er sah weiter zum Fenster. »An alles.«Mit vierunddreißig war ich nach acht Ehejahren wieder allein. Er war dreißig, längst kein Junge m
PaulineFlorians Hände schoben sich unter mein Kleid, packten meinen Hintern und hoben mich an. Ich schlang die Beine um seine Taille. Durch die Hose presste sich sein steifer Schwanz gegen meine überempfindliche Muschi.»Du ahnst nicht, wie schwer es war, dich all die Jahre nicht vor deinen Eltern anzufallen. Höflich zu lächeln, wenn du als erwachsene Frau im Sommerkleid vorbeigelaufen bist, während ich nur eines wollte ...«Ein Beckenstoß ließ mich stöhnen.»Dich über den Esstisch zu beugen und zu zerficken.«»Dann tu es.«Er zog meinen Kopf am Haar zurück und biss in Kiefer, Hals und die pulsierende Stelle unter dem Ohr.»Das werde ich. Aber nicht in diesem Scheißaufzug. Ich will Zeit. Nackt auf deinem Sofa, gegen die Duschfliesen, auf allen vieren in deinem Bett. Bevor die Nacht vorbei ist, ficke ich dich in jedem Zimmer.«Die Türen gingen auf. Davor stand ein grauhaariger Mann mit Aktentasche.Florian wich nicht von mir. Meine Beine lagen um seine Taille, das Kleid bis zu den Hüft
PaulineIch trank gerade den letzten Schluck, als meine Mutter in ihrem scheinbar selbstverständlichen Ton verkündete: »Florian fährt dich nach Hause. Es liegt auf seinem Weg.«Keine Frage, keine Meinung. Als wäre ich nicht dreißig, sondern zwölf.Florian stand auf und öffnete sein Jackett. »Natürlich.«Ohne ihn anzusehen, nahm ich meine Tasche. »Perfekt. Ich wollte ohnehin gehen.«Draußen war die Aprilluft kühl und roch nach nassem Asphalt. Ich war dreißig, unabhängig und trotzdem saß ich Sekunden später auf dem Beifahrersitz, weil meine Mutter es so beschlossen hatte. Er öffnete die Tür seines erwartbar sauberen deutschen Wagens für mich. Der vollkommene Gentleman.Auf der Ringstraße griff ich an. »Du könntest mit diesem Lächeln einen Atomkrieg verkünden und die Leute würden sich bedanken.«Ruhig schaltete er. »Schön, dass du deinen legendären Charme behalten hast.«»Und du deinen Anzug. Wörtlich und im übertragenen Sinn. Immer der perfekte Sohn.«»Und du immer auf Streit aus.«Sein
CamilleDiesmal gab es kein vorsichtiges Antasten mehr. Er fickte mich hart und schnell. Jeder Stoß drückte mich tiefer in die Matratze, meine Finger zerknüllten das Laken und die Brüste schwangen unter mir. Seine Hände gruben sich in meine Hüften, zu jedem Ruck stöhnte oder knurrte er.»Du hast mir den ganzen Abend einen verdammten Ständer gemacht.«Seine Eier klatschten gegen meine Muschi. Er wickelte mein Haar um die Hand und zog meinen Kopf zurück.»Heute Nacht gehörst du mir, Camille.«»Ja.«»Dein Mund gehört mir.«»Ja.«»Dein Arsch gehört mir.«»Ja.«Er beugte sich über meinen Rücken und legte den Mund an mein Ohr. »Dann schrei für mich.«Mit einem letzten tiefen Stoß kam er. Heißes Sperma schoss in kräftigen Stößen tief in meine Muschi. Langsam fickte er weiter, bis sein Schwanz jeden Tropfen abgegeben hatte.Danach brach er auf mir zusammen, sein Gewicht presste mich ins Bett.»Scheiße.«»Was?«»So heftig bin ich seit Ewigkeiten nicht mehr gekommen.«»Dann geh von mir runter.«
CamilleKevin packte meine Hüften und beugte mich gegen die Backsteinwand. Raues Mauerwerk lag unter meinen Handflächen, die Metalltür kühl an meiner Seite.Seine Finger schoben sich unter mein Kleid, griffen den Slip und zogen ihn bis zu den Oberschenkeln hinunter. Nachtluft strich über die entblößte Haut. Seine Hand landete zwischen meinen Beinen. Ohne zu suchen, fuhr ein Finger durch meine bereits glitschige Spalte.Er schlug mir trocken auf die linke Arschbacke. Überrascht schrie ich leise auf.»Stehst du auf dominante Frauen?«»Ich stehe darauf, wenn man tut, was ich sage.«Seine Brust presste sich an meinen Rücken, der harte Schwanz durch die Hose gegen meinen Hintern.»Dann tue ich, was du sagst. Aber auf meine Art.«Er zog meine Schamlippen auseinander, legte die Fingerkuppe direkt auf die Klitoris und rieb sie mit gleichmäßigem, unerbittlichem Druck. Der Zeigefinger schob sich in mich, der Daumen kreiste weiter. Meine Knie wurden weich.Ausgerechnet seine vollkommen ruhige St
CamilleIch erkannte ihn sofort.Kevin Roussel, achtunddreißig, saß mit einem Whisky am Singletisch gegenüber. Unter dem offenen grauen Jackett saß ein makellos weißes Hemd. Die Schläfen waren leicht ergraut, was seinem Engelsgesicht etwas Ernstes gab. Sein Kiefer war markanter geworden, seine Schultern breiter.Ein richtiger Mann.Ich nahm einen Schluck Champagner. Er war längst lauwarm, doch ich bemerkte den Geschmack kaum.Mein Cousin Jérôme tanzte unter goldenem Konfetti mit seiner Braut. Gespräche, Absätze auf Parkett und klirrende Gläser erfüllten den Saal. Hundert Gäste, Patchworkfamilien, alte Freunde und Kollegen.Und Kevin. Fünf Jahre lang hatte ich ihn früher angehimmelt, ohne dass er mich wahrnahm. Zehn Jahre später war er wieder da.Über den Rand meines Glases betrachtete ich seinen breiten Nacken und die großen Hände auf der Tischdecke. Lange Finger, deutliche Gelenke, Adern unter dünner Haut. Keine weichen Bürohände. Ich stellte mir vor, wie diese Hände meinen Nacken pac







