Masuk
Der Holzpfahl ächzte, als die Klinge ihn traf.
Bryn zog das Saex zurück, spürte das raue Leder des Griffs unter ihren Fingern, die Kerben, die ihre eigene Hand dort über zwei Jahre hineingearbeitet hatte. Sie drehte die Hüfte, schlug erneut zu — tiefer diesmal, dorthin, wo ein Mann seine Rippen trug. Splitter flogen ihr gegen die Wange. Ihr Atem ging schnell, weiße Wolken in der Morgenluft, die sich mit dem Rauch vermischten, der aus einem Dutzend Dächern über Rangvik aufstieg. Tiefer den Schwerpunkt. Halfdans Stimme, so klar, als stünde er noch neben ihr, die Hand auf ihrem Handgelenk, korrigierend. Ein Schwert kämpft nicht. Du kämpfst. Das Schwert folgt nur. Sie schlug ein drittes Mal zu, und diesmal splitterte der Pfahl so heftig, dass ein Stück Holz gegen ihr Schienbein flog. Sie zuckte nicht. Ein paar Strähnen ihres dunkelblonden Haares, straff zum Kampfzopf geflochten, hatten sich gelöst und klebten ihr schweißnass an der Stirn — dasselbe Haar, sagte man ihr manchmal, das ihre Mutter getragen hatte, nur dass Aslaug es nie in einen Zopf gebunden hatte, der einen Hieb überstehen musste. Ihre Augen wanderten kurz zum Fjord hinunter — grau, unruhig, mit weißen Kämmen, die der Nordwind aus dem Wasser trieb — dann zurück zum Pfahl. Die Haut an ihren Handflächen war rissig von Kälte und Griff, an zwei Fingern hatte sich Hornhaut gebildet, dick wie altes Leder. Ihre Mutter, hätte man ihr erzählt, hatte weiche Hände gehabt, gewohnt an Wolle und Nadel. Bryns Hände kannten nur Holz, Eisen und Seil. Rangvik erwachte langsam um sie herum, wie es jeden Morgen tat. Die Langhäuser duckten sich unter ihren grasbewachsenen Dächern, halb in den Hang gegraben, damit der Wind vom Meer weniger Angriffsfläche fand — dicke Wände aus Flechtwerk und Lehm, innen geschwärzt vom Rauch, der durch ein Loch im First entwich, wenn er nicht gerade in Augen und Kehlen brannte. Aus dem Haus der Schmiedefamilie stieg beißender Rauch, schwarz statt grau — Toke musste bereits die Esse angeheizt haben. Ein Kind trieb zwei Ziegen zwischen den Häusern hindurch, ihre Hufe klapperten auf gefrorenem Boden, und irgendwo hustete jemand tief und lang, ein Husten, den Bryn seit dem Winter kannte und der nicht besser werden wollte. Der Geruch von nassem Fels und Salz lag über allem, dazu Fischgestank vom Trockengestell am Ufer, wo silbrige Kabeljaureihen im Wind schaukelten, und der süßliche Gestank der Abfallgrube hinter den Ställen. Unten am Steg löste ein Mann Netze von seinem Boot, die Finger blau vor Kälte, während seine Frau am Ufer stand und mit verschränkten Armen zusah, den Blick auf das offene Wasser gerichtet, das sie beide fürchteten und brauchten zugleich. Kein Segel, das nicht schon zu einem bekannten Boot gehörte. Kein Halfdan. „Du bringst den armen Pfahl noch um." Bryn drehte sich nicht sofort um. Sie kannte die Stimme — Toke, der Sohn des Schmieds, ein Jahr älter als sie, mit dem roten Haarschopf, den sein Vater und sein Großvater vor ihm getragen hatten, und Schultern, die vom Hammerschwingen breiter geworden waren als bei jedem anderen Jungen seines Alters im Dorf. Ruß klebte in den Sommersprossen auf seiner Nase, und er lehnte am Zaun in einem Lederschurz, der nach verbranntem Metall roch, wischte sich die Hände an den Hosen ab, hinterließ dunkle Streifen. „Der Pfahl beschwert sich nicht", sagte sie und steckte das Saex in die Scheide an ihrem Gürtel. „Willst du üben oder reden?" „Reden ist sicherer." Er hob die rußigen Hände, halb im Scherz. „Deine Stiefmutter sucht dich. Sie hat diesen Blick." „Welchen Blick?" „Den, bei dem man besser nicht fragt." Bryn griff nach ihrem Umhang, der über dem Zaun hing, roch nach Rauch und Schafwolle, und schlang ihn um die Schultern. Unten am Steg begann jemand zu singen, ein altes Arbeitslied, im Takt zum Ziehen eines Netzes, und für einen Moment blieb sie stehen und sah einfach nur zu — dem Wasser, den Booten, den Menschen, die alle irgendetwas in den Händen trugen: Netze, Eimer, Werkzeug, Kinder. Niemand in Rangvik stand jemals lange still, mit leeren Händen. Dafür war das Leben zu kurz und zu hungrig. „Er kommt zurück", sagte Toke leise, weil er wusste, wohin ihr Blick ging. „Das weiß ich." Sie sagte es fester, als sie es fühlte. Das Langhaus roch nach Rauch, gekochtem Kohl und dem talgigen Geruch der Lampen, die selbst am Tag brannten, weil das einzige Licht durch das Rauchloch und die schmalen Ritzen der Wand fiel. Der Boden war gestampfte Erde, mit altem Stroh bedeckt, das nach Tieren roch — nebenan, hinter einer Trennwand, standen im Winter die Ziegen, ihre Wärme half, das Haus zu heizen. Entlang der Wände liefen die hölzernen Bänke, die nachts zu Schlafplätzen wurden, und über dem Feuer hing ein geschwärzter Kessel, in dem etwas köchelte, das Ingrid mit einem Holzlöffel umrührte, ohne hinzusehen. Gunnhild saß bereits am Feuer, den Rücken gerade, die Hände im Schoß gefaltet — eine Haltung, die Bryn seit Kindheit kannte und die nie etwas Gutes bedeutete. Ihr flachsblondes Haar, an den Schläfen längst von grauen Strähnen durchzogen, war streng zu einem Knoten gebunden, und das Feuerlicht warf scharfe Schatten in ein Gesicht, das einmal weich gewesen sein musste, bevor zwei Ehen und eine fremde Sippe es geformt hatten. Neben ihr, am Kessel, stand Ingrid — jünger als Bryn um zwei Winter, mit dem hellen, fast flachsfarbenen Haar ihrer Mutter, das ihr in einem losen Zopf über die Schulter fiel, und einem runden, offenen Gesicht, das noch nichts von der Härte trug, die Gunnhilds Züge prägte. Man sah es beiden Mädchen an, dass sie nur den Vater teilten — Bryn dunkel und kantig wie Aslaug, Ingrid hell und weich wie ihre eigene Mutter. Über Gunnhild, an der Wand, hingen Halfdans zweitbeste Axt und sein altes Jagdmesser, unbenutzt seit acht Monaten, die Klingen matt vor Staub, den niemand wegzuwischen wagte. „Du hast nach mir geschickt", sagte Bryn, blieb an der Tür stehen, wo die kalte Luft noch an ihrem Rücken zog. Der Raum wirkte ihr plötzlich zu klein, zu voller Rauch. „Setz dich." „Ich stehe gut." Gunnhilds Mundwinkel zuckten — nicht zu einem Lächeln, eher zu etwas Schärferem. Ihre Finger, bemerkte Bryn, waren nicht ruhig, wie sie es sein wollten; sie rieben leicht über den Ring an ihrer Hand, ein Erbstück, das einst Halfdans erster Frau gehört hatte. „Wie du willst." Sie faltete die Hände neu, hielt sie still mit sichtbarer Anstrengung. „Der Rat von Eiklund hat eine Nachricht gesandt. Sie sind bereit, den alten Streit um das Weideland zu beenden. Wenn wir bereit sind." „Wozu bereit?" „Zu einer Verbindung." Gunnhild sagte es, als würde sie über das Wetter sprechen. „Du wirst Ravnar heiraten, den Sohn Erlings. Zur Frühjahrssonnenwende." Für einen Moment hörte Bryn nichts außer dem Knacken des Feuers und dem leisen Blubbern im Kessel. „Nein", sagte sie dann. „Es ist bereits entschieden." „Von wem?" Bryns Stimme wurde lauter, als sie es beabsichtigt hatte, und ihre Hand fand ohne ihr Zutun den Griff des Saex an ihrem Gürtel — nicht drohend, nur suchend, wie man nach etwas Vertrautem greift, wenn der Boden unsicher wird. „Nicht von mir. Nicht von meinem Vater." „Dein Vater ist nicht hier." Gunnhild stand auf, langsam, mit der Ruhe einer Frau, die diesen Streit bereits hundertmal in Gedanken durchgespielt hatte. Ihr Blick wanderte kurz zur Wand, zu Halfdans staubiger Axt, bevor er wieder zu Bryn zurückkehrte. „Und solange er es nicht ist, trage ich die Verantwortung für diese Sippe. Für dich. Für deine Schwester. Für jeden, der von dem Frieden mit Eiklund profitiert — und das sind alle, Brynhildr. Alle außer dir, wie es scheint." „Ich bin keine Ware, die man gegen Weideland tauscht." „Du bist eine Tochter dieser Sippe." Gunnhilds Stimme blieb ruhig, aber etwas darunter war jetzt hart wie Stein. „Das war deine Mutter auch. Das bin ich auch. Wir alle tragen, was getragen werden muss." Ingrid hatte den Holzlöffel sinken lassen, hielt ihn noch immer fest umklammert, als bräuchte sie etwas, an dem sich ihre Hände festhalten konnten. „Bryn —", begann sie, leise, versöhnlich. „Vielleicht ist es —" „Sag nicht, dass es eine Ehre ist." Bryn hörte selbst, wie scharf es klang, und sah, wie ihre Schwester zusammenzuckte, den Löffel fester umklammerte, bis die Knöchel weiß wurden. „Ich wollte nur sagen", sagte Ingrid, und ihre Stimme zitterte jetzt ein wenig, „dass Ravnar nicht schlecht sein soll. Toves Tochter hat ihn einmal gesehen, in Kaupang. Sie sagte, er sei —" „Es ist mir gleich, ob er schön ist oder hässlich, freundlich oder grausam." Bryn trat einen Schritt vor, roch den Rauch, den Kohl, den kalten Schweiß der eigenen Anspannung. Gunnhild wich nicht zurück, keinen Finger breit. „Ich werde nicht verheiratet wie ein Sack Getreide, während mein Vater irgendwo da draußen ist und niemand nach ihm sucht." „Dein Vater ist tot." Gunnhild sagte es leise, aber es traf härter als jeder Schrei. „Acht Monate, Bryn. Kein Wrack, kein Überlebender, kein Wort. Männer, die auf See bleiben, kommen nicht nach acht Monaten zurück. Das weißt du. Das wissen wir alle — frag den Fischer unten am Steg, frag jede Witwe in diesem Dorf, wie lange sie gewartet hat, bevor sie begriffen hat, dass Warten allein niemanden zurückbringt." Der Raum war sehr still. Selbst der Kessel schien leiser zu blubbern. „Du willst, dass er tot ist." Bryns Stimme war jetzt kaum mehr als ein Flüstern, aber jedes Wort schnitt. „Dann bin ich aus dem Weg. Dann kannst du entscheiden, was mit mir geschieht, ohne dass er dir widerspricht." Gunnhilds Gesicht veränderte sich — nur für einen Herzschlag, aber Bryn sah es: etwas, das aussah wie Schmerz, bevor es wieder hinter der gewohnten Härte verschwand. Ihre Hand, bemerkte Bryn, war zur Faust geworden, die Knöchel weiß, genau wie Ingrids am Löffel. „Glaub, was du willst", sagte Gunnhild. „Aber die Verbindung mit Eiklund steht. Zur Sonnenwende bist du Ravnars Frau, ob du daran glaubst oder nicht, dass dein Vater noch lebt." Bryn sagte nichts mehr. Sie drehte sich um, spürte den kalten Luftzug von der Tür, ging hinaus, und hörte hinter sich Ingrids Atem stocken — nicht vorwurfsvoll, eher ängstlich, als wüsste ihre Schwester bereits, dass dieser Streit noch lange nicht vorbei war. Draußen war die Luft kälter geworden, roch nach nahendem Schnee. Unten am Steg löste sich das Boot mit den blaugefrorenen Fingern des Fischers vom Ufer, hinaus in ein Wasser, das jeden Tag Menschen nahm und nur manchmal wiedergab. Über dem Fjord kreisten Möwen, schrien, stießen herab, stritten sich um etwas Totes, das an der Wasserlinie trieb. So war das Leben hier: langsam in seinem Rhythmus, dem Wetter, den Jahreszeiten, den immer gleichen Wegen zwischen Haus und Steg und Feld — und doch konnte es jeden Moment enden. Ein Sturm. Ein Fieber. Ein Raubzug, der keine Rückkehr kannte. Bryn hatte gelernt, dass Vorsicht und Mut hier keine Gegensätze waren, sondern zwei Hände, die dasselbe Werkzeug hielten. Sie ballte ihre eigene Hand zur Faust, spürte die Hornhaut, die Kälte, die Kraft, die zwei Jahre Training darin verankert hatten. Sie würde die Antwort finden, die niemand außer ihr zu suchen bereit war. Und niemand — nicht Gunnhild, nicht ein Mann namens Ravnar, nicht die ganze Sippe von Eiklund — würde sie davon abhalten. Sie wusste nur noch nicht, wie.Die Kälte traf sie wie ein Schlag, sobald die Tür hinter ihr ins Schloss fiel.Bryn blieb einen Moment stehen, ließ ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnen, spürte den gefrorenen Boden durch die dünnen Sohlen ihrer Stiefel. Über ihr spannte sich ein Himmel voller Sterne, kälter und schärfer als in der Nacht zuvor, und ihr Atem stieg in dichten weißen Wolken auf, die der Wind sofort zerriss.Sie warf einen letzten Blick zurück.Rangvik lag da, wie es immer dalag — die grasbewachsenen Dächer, dunkel und rund wie schlafende Tiere, der schwache Schimmer letzter Glut, der durch ein, zwei Rauchlöcher drang, das Meer dahinter, schwarz und ruhig unter dem Sternenlicht. Sie sah das Langhaus, in dem Ingrid und Gunnhild schliefen, ahnungslos oder auch nicht — sie würde es nie erfahren, ob ihre Schwester etwas gehört hatte in dieser Nacht. Sie sah den Übungsplatz, den Pfahl, den sie tausendmal getroffen hatte, jetzt nur ein dunkler Schatten im Sternenlicht.Zum ersten Mal in ihrem Leben gehört
Etwas war anders an Bryn, und Ingrid brauchte den halben Morgen, um herauszufinden, was.Es war nichts, das man mit Worten hätte fassen können — ihre Schwester saß am Frühstückstisch wie immer, aß ihren Brei wie immer, schwieg wie immer, wenn Gunnhild etwas sagte, das keine Antwort verlangte. Und doch war da eine Ruhe in ihr, die nicht zu der Bryn passte, die noch gestern die Tür hinter sich hatte zufallen lassen, dass die Wand gezittert hatte. Es war die Ruhe eines Menschen, der einen Entschluss gefasst hatte, dachte Ingrid, während sie den Teig für das Brot knetete, ihre Hände tief im klebrigen Mehl vergraben. Nicht die Ruhe von jemandem, der aufgegeben hatte.Sie bemerkte es zuerst am Vorratsschuppen — eine Lücke im Fischbündel, wo gestern noch mehr gehangen hatte, ein Stück Käse, das fehlte, obwohl niemand es gegessen zu haben schien. Kleine Dinge. Dinge, die nur jemand bemerken würde, der jeden Winkel dieses Hauses so genau kannte wie Ingrid, seit sie alt genug gewesen war, um be
Der Schlaf kam nicht, und Bryn hatte aufgehört, ihn zu suchen.Sie lag auf ihrer Bank, den Umhang bis zum Kinn gezogen, und lauschte den Geräuschen des Langhauses in der Nacht — das Knistern der letzten Glut, das Rascheln von Stroh, wenn sich jemand im Schlaf drehte, das leise, gleichmäßige Atmen ihrer Schwester zwei Bänke weiter. Irgendwo hinter der Trennwand blökte eine Ziege, kurz und unwillig, und verstummte wieder. Draußen strich der Wind ums Dach, fuhr in Böen durch das Rauchloch, sodass die letzte Glut kurz aufflackerte und Schatten über die geschwärzten Balken warf.Sie dachte an Gunnhilds Worte, drehte sie wieder und wieder, wie man einen Stein in der Hand dreht, um zu sehen, ob er unter jedem Winkel gleich hart bleibt. Dein Vater ist tot. Es klang nicht wahrer, egal wie oft sie es sich vorsagte. Es klang nur wie das, was Gunnhild brauchte, damit es wahr würde.Irgendwann, als das Feuer fast erloschen war und selbst das Atmen der anderen ruhig und tief genug klang, schwang si
Die Wolle war noch fettig von der Schafschur, und Ingrid mochte diesen Geruch — ranzig und warm zugleich, nach Tier und nach etwas, das noch werden wollte. Sie zog den Faden zwischen den Fingern, drehte die Spindel mit einer Bewegung, die ihr die Großmutter beigebracht hatte, lange bevor sie sterben würde, und beobachtete, wie sich der graue Rohfaden zu etwas Gleichmäßigem, Brauchbarem verdichtete. Ihre Finger waren rissig wie die jeder Frau in Rangvik, aber auf eine andere Art als Bryns — nicht von Waffen gehärtet, sondern von Nadel, Spindel und der ständigen Nähe zum Feuer.Draußen, durch die schmale Ritze neben der Tür, hörte sie das ferne Klacken von Holz auf Holz — Bryn, die wieder einmal den armen Übungspfahl malträtierte, seit dem Morgengrauen schon, obwohl der Frost ihr die Finger blau färben musste. Ingrid verstand das nicht ganz, hatte es nie ganz verstanden, aber sie liebte ihre Schwester trotzdem, so wie man jemanden liebt, dessen Wut man nicht teilt, aber dessen Schmerz m
Der Holzpfahl ächzte, als die Klinge ihn traf.Bryn zog das Saex zurück, spürte das raue Leder des Griffs unter ihren Fingern, die Kerben, die ihre eigene Hand dort über zwei Jahre hineingearbeitet hatte. Sie drehte die Hüfte, schlug erneut zu — tiefer diesmal, dorthin, wo ein Mann seine Rippen trug. Splitter flogen ihr gegen die Wange. Ihr Atem ging schnell, weiße Wolken in der Morgenluft, die sich mit dem Rauch vermischten, der aus einem Dutzend Dächern über Rangvik aufstieg.Tiefer den Schwerpunkt. Halfdans Stimme, so klar, als stünde er noch neben ihr, die Hand auf ihrem Handgelenk, korrigierend. Ein Schwert kämpft nicht. Du kämpfst. Das Schwert folgt nur.Sie schlug ein drittes Mal zu, und diesmal splitterte der Pfahl so heftig, dass ein Stück Holz gegen ihr Schienbein flog. Sie zuckte nicht. Ein paar Strähnen ihres dunkelblonden Haares, straff zum Kampfzopf geflochten, hatten sich gelöst und klebten ihr schweißnass an der Stirn — dasselbe Haar, sagte man ihr manchmal, das ihre M






